Für Atemwege und Zahnfleisch
14. Februar 2025Tannenharz als Unterstützung
Die Christbäume, die unsere Wohnungen und die öffentlichen Plätze schmückten, haben wohl nun schon längst ausgedient. Schade wäre es aber, die Nadelbäume nur unter diesem Aspekt wertschätzen zu wollen. In erster Linie sind sie kostbar, weil sie unsere Wälder bereichern. Doch werfen sie auch in mehrfacher Weise einen Nutzen für unsere Gesundheit ab. Schauen wir uns also diese Bäume einmal näher an. Hierzulande ist vor allem die Weißtanne (Abies alba) beheimatet. Sie ist in erster Linie in alpinen Regionen und in den Urgesteinszonen nördlich der Donau, also im Mühl- und im Waldviertel zu finden. Seit dem letzten Jahrhundert wurden aber auch fremde Arten aus forstlichem Interesse ausgepflanzt, wie etwa die Küsten- und die Nordmanntanne. Das Harz der Weißtanne ist nun ein besonderes Material, das diese Pflanze liefert. Es beinhaltet wertvolle ätherische Öle und Harzsäuren. Anhand des wunderbaren Duftes, der diesem zähflüssigen Baumsaft eigen ist, werden wir über den Geruchssinn auf eine gesundheitsfördernde Spur geführt. Denn das Harz der Tanne hat u. a. desinfizierende und wundheilende Kräfte, die in speziellen Anliegen dienlich sind. Die Brust, die eventuell infolge einer langwierigen Erkältung unter festsitzendem Schleim leidet, ist eines der Ziele der Anwendung dieses besonderen Baumproduktes. Das Zahnfleisch kann mit dieser Gabe aus dem Wald ebenso gefestigt werden. Das Tannenharz ist in reiner Qualität im Fachhandel erhältlich.
Kleine Stücke kauen
Von getrocknetem, festem und zusätzlich zerkleinertem Tannenharz ca. weizenkorngroße Stücke bereitstellen. Über den Tag verteilt werden 5 bis 6 Stück davon einzeln in den Mund genommen und danach längere Zeit gut durchgekaut. Zum Schluss hinunterschlucken. Dies hilft mit, einen festsitzenden Schleim in den Bronchien leichter zu lösen und in der Folge abhusten zu können. Das Zahnfleisch profitiert ebenfalls von dieser Maßnahme und wird so auf natürliche Weise gestärkt. www.kraeuterpfarrer.at
Tannenzweig mit Zapfen © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya