Ein Hausmittel zur Kräftigung
21. Dezember 2024Eisenkraut in Wein ansetzen
Jetzt beginnen wir bereits die Stunden bis zum Hl. Abend zu zählen. Die Uhr bleibt nun einmal nicht stehen und gibt uns beständig den Rhythmus vor, der Tag und Nacht wechseln lässt. Wir wollen wahrscheinlich da noch vieles hineinpacken, bevor es wirklich Weihnachten wird. Eine Kräftigung zwischendurch tut dann schon gut. Um etwas Derartiges zuzubereiten, eignet sich das Eisenkraut (Verbena officinalis) als Grundlage. Es kann neben anderen Pflanzen im Sommer durchaus den eigenen Garten zieren und bereichern. Als Inhaltsstoffe finden sich in der Verbene, wie das Eisenkraut auch gerne bezeichnet wird, ätherisches Öl, Glykoside, Gerbsäure, Kieselsäure und einiges andere mehr. Diese Bestandteile sind dazu geeignet, besonders im Hinblick auf das Nervengeflecht unserer Physis eine Entspannung herbeizuführen. Das ist leider viel häufiger notwendig als es uns recht ist. Denn aufgrund der Lebensumstände, die uns gerade im ausklingenden Jahr begegnen, sind wir gar zu oft äußerst fordernden Situationen ausgesetzt. Um dem auch in den kommenden Monaten besser gegenübertreten zu können, ist es vielleicht nicht schlecht, sich selbst ein Hausmittel zuzubereiten und als wohltuende Reserve bereitstehen zu haben. Dazu können ja die freiwerdenden Stunden nach dem Weihnachtsfest genutzt werden, um hier das Nötige zu besorgen bzw. durchzuführen. Lassen wir auf jeden Fall die Kräfte der Natur nicht brach liegen.
Weinansatz zur Stärkung
50 g getrocknetes und zerkleinertes Eisenkraut vorerst in eine weithalsige Flasche füllen. Dann noch 1 Liter Rotwein hineinleiten, verschließen und 14 Tage in einem kühlen Raum stehen lassen. Täglich einmal durchschütteln. Zum Schluss abseihen und filtrieren. Um die eigenen Kräfte zu stärken. können pro Tag 2 bis maximal 3 Stamperl des Kräuterweins zwischendurch konsumiert werden. Voraussetzung ist natürlich, dass eine Verträglichkeit gegenüber Alkohol vorliegt. www.kraeuterpfarrer.at
Eisenkraut (Verbena officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya