Stärkung für zwischendurch

18. Dezember 2024

Salbei und Honig zur Mittagszeit

Hektik und Stress sind bei vielen von uns nicht zu leugnen. Immerhin bleibt die Zeit nicht stehen und das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel befinden sich bereits in ihrer Zielgeraden. Kein Wunder, wenn die Nerven besonders angespannt sind und wir am Ende aller Vorbereitungen und adventlichen Feiern froh sind, dass dann wohltuende Ruhe einkehrt. Noch ist es jedoch nicht so weit. Daher soll die Natur uns helfen, nun gut über die Runden zu kommen. Im Salbei (Salvia officinalis) dürfen wir dahingehend einen nützlichen Partner erkennen, der uns ein wenig unterstützen kann. Mit seinen Inhaltsstoffen wie etwa ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe, Kampfer und Flavonoide wirkt er sich gut auf unseren Leib und auf unseren Geist aus. Als zweiten im Bunde möchte ich heute den Honig förmlich dazubitten. Die Bienen, die selbigen produzieren und sammeln, sind von Natur aus darauf bedacht, alles Schädliche und Krankheitserregende aus ihren Stöcken fernzuhalten. Immerhin gilt es, ihre Brut wohlbehalten aufzuziehen und die Nahrung der Immen selbst in gutem Zustand zu horten. Im Honig befinden sich daher aufbauende und keimwidrige Substanzen, die auch von uns selbst in Anspruch genommen werden können. Vom Honig geht übrigens eine nervenstärkende Kraft aus, die in diesen Tagen und Wochen sicher nicht zu verachten ist. Gerade in der Mitte des Tages sollten wir daher eine Pause einlegen und uns die Zeit gönnen, die uns wohltuend und kräftigend zugutekommt.

 

Teepause vor dem Mittagessen

2 Teelöffel getrocknete und zerkleinerte Salbeiblätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Ca. 1 Esslöffel Honig in den temperierten Salbeitee hineinrühren und schluckweise trinken, am besten 1/2 Stunde vor dem Mittagessen. Dies verleiht in erster Linie der Verdauung eine Wohltat, die von dort aus an die Atemwege und an das Nervenkostüm weitergeleitet wird. In weiterer Folge tritt ein stärkender Effekt ein, der auch nach überstandenen Krankheiten entgegengenommen werden kann. www.kraeuterpfarrer.at

Salbei blühend (Salvia officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya