Schutzschild auf der Haut
16. Dezember 2024Holunderblüten steigern die Immunkraft
Der Advent lädt uns ein, wieder den Blick auf das zu schärfen, was das Leben stärkt und was vielleicht unbemerkt in unmittelbarer Nähe unseres Zuhauses existiert. Gewiss möchte ich die Aufmerksamkeit auf die Pflanzen hinlenken, die als Ressourcen zum Erhalt der Gesundheit zur Verfügung stehen. Und es gibt darunter einige, die offenkundig ganz gezielt der Siedlungskultur des Menschen folgen und das schon seit Jahrhunderten. Dazu zählt ganz sicher der Schwarze Holunder (Sambucus nigra). Dieses Gewächs findet sich nicht selten am Rande von Gebäuden wie Schuppen, Stadeln und Hallen. Der Holunder versorgte uns im ausgehenden Sommer mit seinen Beeren, die zum Entsaften verwendet werden konnten. Nicht minder nutzbringend sind die Blüten, die alljährlich im Übergang vom Frühling zum Sommer einen guten Duft in ihre Umgebung freisetzen und somit ganz Landstriche wohlriechend aromatisieren. Aber wenden wir uns heute den Inhaltsstoffen der weißen Schirmrispen zu, die wohlweislich rechtzeitig geerntet und gründlich getrocknet worden sind. Tannine, Glykoside und Mineralsalze zählen dazu wie auch ätherisches Öl und Mineralsalze. Selbst Vitamin C ist in den Holunderblüten eingelagert. Unser Körper ist ja ununterbrochen ohne unser bewusstes Wahrnehmen damit beschäftigt, herandringende Keime, Bakterien und Viren abzuwehren bzw. unschädlich zu machen. Dieser Schutzvorgang bedarf aber auch immer wieder einer Unterstützung. Holunderblüten haben sich genau dafür bewährt und können daher dementsprechend an den Mann bzw. die Frau gebracht werden.
Badezusatz aus Holunderblüten
100 g getrocknete und zerkleinerte Holunder-Blütenschirme mit 2 Liter kochendem Wasser überbrühen. Daraufhin ca. 1 Stunde zugedeckt ziehen lassen. Dann abseihen und dem vorhandenen warmen Badewasser beifügen. 20 Minuten lang ein Ganzkörperbad nehmen. Danach heraussteigen und gut abtrocknen. Am besten danach Bettruhe aufsuchen und die guten Wirkungen des Holunders in Ruhe zur Geltung kommen lassen. In regelmäßigen Abständen den ganzen Winter hindurch zur Anwendung bringen, um so die kalte Zeit gesund zu meistern. www.kraeuterpfarrer.at
Schwarze Holunder (Sambucus nigra) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya