Die Immunkraft trimmen

13. November 2024

Mit Lindenblüten und Spitzwegerich

Eine vorausschauende Lebensplanung macht sich in den meisten Fällen bezahlt. Das gilt nicht bloß für Maßnahmen, die mithelfen, die Schäden durch mögliche Naturkatastrophen so gering wie möglich zu halten, wie es uns die jüngste Vergangenheit schmerzlich lehrte. Es gilt auch die Gesundheit zu pflegen und zu erhalten. Und der nächste Umschwung des Wetters Richtung Kälte und Nässe steht vor der Tür. Damit stellen sich vermehrt Erkältungen ein. Die Blüten der Linden (Tilia) sind in diesem Hinblick durchaus wertvoll. Sie enthalten Schleimstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl und Gerbstoffe. Neben einem schweißtreibenden Effekt besitzen die Lindenblüten auch reizlindernde Wirkungen. Eine entzündungshemmende Kraft wiederum steckt auch im Spitzwegerich (Plantago lanceolata), der einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Wir können nun mit diesen Gaben der Natur einen vorbeugenden Weg beschreiten. In Zeiten, da man leichter dazu neigt, sich eine Entzündung der Atemwege „einzufangen“, ist es sicher vernünftig, mithilfe pflanzlicher Kraft den Körper fit und widerstandsfähig zu halten. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Tee zu mischen, ihn aufzubrühen und eine Zeitlang regelmäßig zu trinken. Die Lindenblüten lassen sich dazu auch mit anderen Kräutern wie dem Spitzwegerich gut kombinieren. Schieben wir also die Stärkung unserer Immunkraft nicht auf die lange Bank.

 

Vorbeugend Tee trinken

Getrocknete Lindenblüten und zerkleinerte Spitzwegerich-Blätter zu gleichen Teilen mischen. 2 Teelöffel davon mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. 1 Woche lang jeweils in der Früh und am Abend 1 Tasse schluckweise einnehmen. Wer will kann den Tee mit etwas Honig süßen. Dieser Kräutertee stärkt die Bronchien besonders gut. www.kraeuterpfarrer.at

 

Lindenblütenzweig (Tilia) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya