Folgen des Frostes

7. Dezember 2017

Weinblätter besänftigen die Haut

Es gilt so ziemlich als sicher, dass der Winter seine Ouvertüre, die er mit entsprechendem Schnee und Frost in unserem Land vollzogen hat, in den nächsten Monaten gleich einem musikalischen Kompositionsthema wiederholen wird. Und so ist es meiner Meinung auch recht. Gewiss sind die Folgeerscheinungen miteinzukalkulieren, die sich letztlich desgleichen auf unsere Physis erstrecken werden. Wenn nun ebenfalls gemäß der Jahreszeit der junge Wein verkostet werden kann, dann fällt ein Gedanke in den Sommer zurück, da noch das Weinlaub an den Reben hing. Der Weinstock ist ja nicht nur Lieferant einer qualitätsvollen Traubenware, er kann zusätzlich auf eine andere Weise mithelfen, unseren Leib etwas Heilsames angedeihen zu lassen. Daher wollen wir eben seine Blätterpracht nicht übersehen, die im Sommer und Herbst eine augenscheinliche Zierde darstellt. Die Inhaltsstoffe der grünen Teile des Rebstockes haben eine positive Wirkung auf die Blutgefäße des Körpers. In verschiedener Weise kann man Weinblätter aufbereiten und damit u. a. die Venen unterstützen. Produkte dieser Art werden ohnehin vielfach beworben und im Fachhandel angeboten. Nun aber gibt der Frost den Ton an. Diese Herausforderung geht manchmal nicht spurlos an uns vorüber, sondern verändert die Struktur der Haut und was darunter liegt. Auch in diesem Fall kann das Weinblatt seine wohltuende Wirkung erweisen.

Weinblätter-Tee

Getrocknete Weinblätter sind bei Folgeerscheinungen von Frosteinwirkung auf unserer Haut gut zu gebrauchen. Mit ihnen kann man einen Tee zubereiten, indem man die Droge im Verhältnis von 2 Teelöffeln zu 1/4 Liter kochendem Wasser aufgießt. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Mit einer entsprechenden Teemenge können damit Hand- und Fußbäder durchgeführt werden, wenn diese Extremitäten vom Frost beeinträchtigt sind. Das zeigt sich vor allem dann, wenn die Haut daraufhin spröde wird oder gar zum Aufspringen neigt. Es ist ratsam, nach dem Baden den Weinblätter-Tee von allein eintrocknen zu lassen. Damit erhöht man die Wirkkraft der Anwendung. Weinblätter ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya