Grüße aus Amerika

3. August 2016

Ananas zum Magen schicken

So sehr die Medienwelt binnen kürzester Zeit revolutioniert wurde und somit per Tastendruck die Welt gleichsam zum Dorf verwandelt, haben hoffentlich traditionelle Weisen der Kommunikation dennoch nicht ausgedient. Vom Urlaub schicken viele von uns daher trotzdem immer noch gerne eine Ansichtskarte, um die Daheimgebliebenen ihres Gedenkens zu vergewissern. Die Ananas-Frucht (Ananas sativus) von Übersee als Mitbringsel bei der Rückreise im Gepäck zu haben, hat sich nicht nur aufgrund der verschärften Einfuhrgenehmigungen, sondern auch ob ihres täglich frischen Angebotes in den Einkaufsmärkten hierzulande erübrigt. Wer sich in Mittel- und Südamerika aufhält, ist sicherlich gut beraten, dort vor Ort möglichst viel frisches oder verarbeitetes Obst zu essen und zu trinken, wie es die einheimische und angestammte Bevölkerung zu tun pflegt. Das ist ein wertvoller Beitrag zu einer ausgewogenen und fettarmen Kost. Dem Genuss der Ananas kann man gleichzeitig hierzulande etwas Positives abgewinnen. Kaum einer wird das saftige und schmackhafte Fruchtfleisch verschmähen, das zur Aufbesserung so manchen Desserts dient oder darüber hinaus sogar auf der einen oder anderen Pizza wiederzufinden ist. Egal, um was es sich schließlich dabei handelt: es landet alles im Magen, um dort zur endgültigen Verdauung aufbereitet und weitergeleitet zu werden. Der menschliche Verdauungsmuskel stellt eine sensible Zone unserer Physis dar. Wir alle wissen nur zu gut, dass belastende und angespannte Situationen sich nicht nur auf das Herz, die Nerven oder die Schweißdrüsen auswirken, sondern dass gleichzeitig der Appetit dadurch eine Beeinträchtigung erfährt. Im Magen sollte ebenfalls der Verdauungssaft eine ausgewogene Konsistenz aufweisen. Da dies nicht immer der Fall ist, kann man mit der Ananas-Frucht in dieser Hinsicht ein wenig Nachhilfe leisten.

Den Magensaft verbessern

Wird im Magen zu wenig oder zu säurearmer Saft von den dafür zuständigen Drüsen abgegeben, so können die davon Betroffenen die nötige Balance dahingehend unterstützen, indem sie eine Zeitlang jeweils vor den Mahlzeiten eine Scheibe einer frisch aufgeschnittenen Ananasfrucht zu sich nehmen. Desgleichen ist es auch günstig, den reinen Presssaft in kleinen Mengen zu trinken. Ananas ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya