Die Haut und die Sonne

24. Juni 2016

Die Pfefferminze in greifbarer Nähe haben

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer, ein Sommer, wie er früher einmal war? Diese Frage, die Rudi Carrell bereits vor mehr als 40 Jahren musikalisch ausformulierte, hat sich wohl aufgrund der jüngsten Wetterlage erübrigt. Nach den zum Teil intensiven Regenfällen bedeutete die Hitze der vergangenen Tage für viele, zwischendurch wieder einmal aufatmen zu können und die Sonnenstrahlen zu genießen. Die Haut sollte jedoch nicht gleich zu viel an Sonne abbekommen. Doch manchmal merkt man das erst, wenn es bereits zu spät ist. Die Pfefferminze (Mentha piperita) wächst nun in vielen Beeten zu einer Größe heran, die es erlaubt, sich ihrer ganz frisch zu bedienen. Sie hat mit der Sonne weniger ein Problem als jene, deren Pigmentanteil der Haut sich als ein eher geringer herausstellt. Im Gegenteil schätzt diese Pflanze die warmen und heißen Perioden, wenn gleichzeitig durch ein maßvolles und regelmäßiges Gießen dadurch der Wasserhaushalt keinen Mangel aufweist. Generell ist die Pfefferminze durch ihre Wirkung bekannt, die Verdauung auf eine beruhigende und ebenfalls stärkende Weise zu unterstützen. Leute, die unter zu hohem Blutdruck leiden, sollten öfter einmal einen Pfefferminztee trinken, um darin wiederum zu einer ausgeglichenen Balance zu gelangen. Es jedoch auch interessant, mit dem beliebten und aromatischen Gewürzkraut für die Haut etwas tun zu können. Wollte man der Pfefferminze Worte in ihren augenscheinlich nicht ausgebildeten Mund legen, so könnte man es folgendermaßen formulieren: „Schau her, lieber Mensch! Ich stelle mich extra für dich in die Sonne. Mir macht das nichts aus. Meine Blätter sind von Natur aus gewappnet gegen eine übermäßige Zahl an Sonnenstrahlen. Wenn du nun leidest und vor allem deine Haut, dann nimm doch mich zu Hilfe.“ Das ist durchaus ein gutes und nützliches Angebot.

Sonnenbrand und Pfefferminze

Hat man sich einen Sonnenbrand zugezogen, ist es als erstes wichtig, die direkte Sonnenbestrahlung zu meiden. Mit einem Tee aus Pfefferminzkraut, den man ganz normal im Heißaufguss zubereitet und auskühlen lässt, kann der ganze Körper und im Speziellen die betroffenen Zonen abgewaschen werden. Danach nicht abtrocknen, sondern den Tee in die Haut einziehen lassen. Anschließend ist es ratsam, noch mit einem pflanzlichen Ölauszug nachzuarbeiten. Johanniskraut-Öl oder Madonnenlilien-Öl sind hier die bevorzugten Mittel für eine Einreibung. Und nochmals: im Schatten bleiben! Pfefferminze ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya