Erfrischend und reinigend

30. September 2015

Zitronen nach getaner Arbeit

Wer ein Haus oder gar einen Hof und dazu noch einen Garten besitzt, der weiß, was das an Arbeit, Pflege und Sorge mit sich bringt. Solange das Wetter noch einigermaßen schön ist, gibt es vor der Haustür genug zu tun und zu erledigen. Wen während der Woche der Beruf ganz in Beschlag nimmt, der nützt die Zeit am Wochenende für das eine oder andere zu Verrichtende. Arbeit läuft ja bekanntlich nicht davon. Im Blick auf die Früchte des Südens, zu denen u. a. die Zitronen zählen, dürfen wir vielleicht auch die Lockerheit eines mediterranen Lebensstils mit einbeziehen, die uns daran erinnern kann, dass unser aller Leben nicht nur aus Leistung besteht. Das Genießen des schlichten Daseins und der Gaben Gottes gehört ganz sicher zum Verlauf der irdischen Lebenstage dazu. Dadurch entsteht meiner Meinung erst Platz für eine rechte Dankbarkeit. Keineswegs möchte ich dadurch meinen werten Lesern einen Schlendrian einreden, sondern vielmehr auf das rechte Maß von Arbeit und Ruhe verweisen. Aber kehren wir zurück zu den manuellen Tätigkeiten, die jeder Haushalt von uns abfordert. Egal, wo wir mit unseren eigenen Händen zupacken, werden wir wohl oder übel schmutzig. Je mehr wir uns bewegen und da und dort abmühen, desto intensiver treibt es den Schweiß aus den Poren der Haut. Die somit verloren gegangene Flüssigkeit will wieder ersetzt werden, um den Kreislauf im Körper auf Schwung zu halten. Die Art, den dadurch entstandenen Durst zu stillen, darf ebenfalls wohlüberlegt und gesundheitsorientiert gestaltet werden. Der Herbst bringt natürlich eine Fülle an Säften, die man aus den Früchten aus dem eigenen Garten gewinnt, mit sich. Die Zitronen dürfen dabei aber ruhig ein Wörtchen mitreden, ohne dass sie eine bedrohliche Konkurrenz zu Apfel, Birne oder Weintrauben darstellen würden. Ganz im Gegenteil!

Saft und Schalen verwerten:

Frisch gepresster Zitronensaft kann entweder lediglich mit Wasser verdünnt werden oder als Zusatz für die verschiedensten Fruchtsäfte dienen, um eine erfrischendes Getränk parat zu haben. Will man sich die Hände nach einer Arbeit im Garten oder im Haus reinigen, so kann man auf den Rückstand des Auspressens, die Zitronenschalen (aus biologischem Anbau), zurückgreifen. Man weicht diese einfach eine Zeitlang in Wasser ein, um sie dann gleich einer Seife zum Waschen der Hände besser verwenden zu können. Zitronenpflanze ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya