Heiserkeit ist kein Schicksal

Die Stimme richtig pflegen

Die Sternsinger waren in der vergangenen Woche wieder einmal ganz eifrig unterwegs, um nicht nur ihre Zeit, sondern auch ihre Stimme zur Verfügung zu stellen. Im Singen und Aufsagen ihrer Sprücherl haben sie vielen Menschen eine Freude gemacht. Die Spenden, die dabei übrig geblieben sind, können nun sinn- und wirkungsvoll verwertet werden. Ein Vergelt’s Gott den Sternsingern und allen, die sie aufgenommen haben. Wir werden im neuen Jahr noch mehrmals unsere Stimme abgeben müssen, wenn wir zu verschiedenen Anlässen die Wahlurnen aufsuchen werden. Doch auf unsere Möglichkeit und Fähigkeit, uns mittels unserer Stimmbänder zu verständigen und darüber hinaus den Gesang zu pflegen, sollten wir sorgfältig achten. Die kalten Temperaturen, die überheizten und trockenen Wohnungen und Büros und so manche akustische Betätigung tragen dazu bei, dass wir rasch unsere Stimme verlieren. Der Kehlkopf ist aufgrund seiner exponierten physischen Lage dazu prädestiniert, sich zu entzünden. Oft geht dieser Infekt auch mit einer Erkrankung der Atemwege einher. Um diesen Leiden zu begegnen, kann man ruhig auf einige Erfahrungswerte der Naturheilkunde zurückgreifen. So übergieße man z. B. zwei Säckchen von Schwarzem Tee mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lasse das Ganze 30 Minuten lang ziehen. Das Ergebnis ist danach eine gerbstoffreiche Flüssigkeit, die sich bestens zum Gurgeln eignet.

Salbei- und Thymian-Tee:

Nicht nur zum Trinken, sondern ebenfalls zum Gurgeln dienen im üblichen Heißaufguss-Verfahren zubereitete Tees aus getrocknetem Salbei- oder Thymiankraut. Fügt man dem fertigen Tee noch etwas frisch gepressten Zitronensaft bei, unterstützt das die sehr einfache und wirkungsvolle Anwendung. Pflegen wir also am besten unsere Stimme auf diese sanfte Weise. Zudem kann im Falle von Heiserkeit vermehrtes Schweigen nicht schaden. ;-)

Salbeipflanzen bluehend

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

Ein Heilkraut vermehrt sich

Das Herzgespann sät sich selbst aus

Auf den Lebenswillen kommt es an! Wenn jemand krank ist, tragen Medikamente oder chirurgische Eingriffe das Ihre zur Heilung bei. Doch wenn der Betroffene selbst nicht heil werden will, „nutzt des goar nix“. Es ist uns gleichsam der Drang nach Gesundheit des Körpers und der Seele von Mutterleib an mit auf den Weg gegeben worden. Dazu kommt noch das instinktive Bestreben, die eigene Art nicht aussterben zu lassen. Dieses zukunftsweisende Verhalten teilen wir uns mit Tier und Pflanze. Unter den Heilkräutern möchte ich als Beispiel heute das Herzgespann (Leonurus cardiaca) erwähnen. Morgen für morgen begrüßt es mich schon, sobald ich das Tor zum Pfarrhofgarten öffne, um die Hühner und Gänse ins Freie zu lassen. Ich trage um diese Pflanzen kaum Sorge. So weiß ich, dass sie sich ohne mein Zutun im Garten ausbreiten. Der Monat Oktober ist die Zeit der Samenreife beim Herzgespann und gleichzeitig die Frist, wo sich die ausfallenden Körner einen Platz im Erdreich suchen, um im Frühjahr wieder zur Stelle zu sein. Ich möchte heute dieses Bild einmal positiv beleuchten und die Fragte nach unserem Lebenswillen stellen. Es ist doch wirklich signifikant, wie wenig Kinder gerade in den materiell abgesicherten Ländern Europas zur Welt kommen. Welche Angst vor der Zukunft mag wohl da dahinterstecken? Oder begnügen wir uns zu sehr mit uns selbst? Das Herzgespann stärkt das Herz und löst die Krämpfe. Es kann mithelfen, auch dem Herrgott mehr zu trauen, der die Zukunft in seinen Händen hält, die meine und die unseres Kontinents, ja, der ganzen Welt.

Dankbar in den Tag gehen:

Ein Frühstückstee kann unser Gemüt und unseren Willen positiv beeinflussen. So kann man z. B. ein Gemisch von Melisse und Herzgespann zu gleichen Teilen im Maß von 1 Teelöffel mit einer Tasse kochendem Wasser aufgießen und den abgeseihten Tee anschließend schluckweise trinken, um besser in die Zukunft des einzelnen Tages zu starten.

Herzgespann