Gesunde Trockenfrüchte

Feigen unterstützen Leber und Galle

Die Adventzeit hat viele feine Seiten. Wir sind angehalten, mehr das Häusliche und das Gemütliche zu pflegen. So können wir besser Einkehr bei uns selber halten. Und vielleicht tauchen in den Erinnerungen der reiferen Jahrgänge die typischen Merkmale der vorweihnachtlichen Wochen in den Sinn. Da wurden u. a. die Zitrusfrüchte wie Orangen und Mandarinen reichlich aufgetischt, die sonst das ganze Jahr über eher Mangelware waren. Und getrocknete Feigen (Ficus carica) durften auch nicht fehlen. Genau das möchte ich heute herausgreifen und sozusagen wieder aktualisieren. Die rund um das Mittelmeer prächtig gedeihenden Früchte sind ganz wertvolle Mineralstoff-Lieferanten. Zudem enthalten sie Ballast- und Schleimstoffe. Das tut der gesamten Verdauung gut. Im Speziellen profitieren auch die Leber und die Gallenblase vom Genuss getrockneter Feigen. So ist es nur recht und gut, nicht bloß nostalgisch auf die Gaben des Südens zurückzugreifen, sondern darüber hinaus für die inneren Organe unseres Köpers zeitweise eine Entlastung herbeizuführen, die uns allen wohltut, vor allem jedoch jenen, die womöglich Probleme mit der Leber und der Galle haben. Übrigens kommt noch hinzu, dass es bei Verstopfungsbeschwerden ebenfalls sinnvoll sein kann, die Tätigkeit des Magens und des Darmes mithilfe der Feigen anzukurbeln. Lassen wir also die Tage vor Weihnachten nicht ungenutzt verstreichen, sondern schauen wir mehr auf unser Wohlbefinden als sonst im fordernden Getriebe des Alltags. Der folgende Tipp entspricht so gesehen voll und ganz der Jahreszeit.

 

Leichte Kost

100 g getrocknete Feigen werden ein wenig zerschnitten und mit 1/4 Liter Wasser übergossen. 1 Tag lang stehen lassen. Entweder in der Früh oder am Abend als extra Mahlzeit auslöffeln. Das fördert nicht nur die Tätigkeit des Darmes, sondern hilft auch der Leber und der Galle, die durch diese fleischlose Kost eine Unterstützung und gleichzeitig eine Entlastung erhalten. In der Woche ein- bis zweimal durchführen.
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Feigenzweig mit Früchten (Ficus carica) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Für mehr Ruhe im Bauch

Kornblumen stärken die Verdauung

Der zurückliegende Herbst und die beginnende Adventzeit sind eigentlich sehr schöne Phasen des gesamten Jahres. In der Landschaft draußen herrscht angesichts des Wechsels von Sonnenlicht und Nebel eine ganz eigene Stimmung. Und es gibt viele Gelegenheiten, sich noch vor Weihnachten mit Freunden zu treffen und bei einem guten Essen das Leben zu genießen. Darüber hinaus sollten wir aber das Wohl des Magens nicht vergessen. Die Kornblumen (Centaurea cyanus) sind zwar schon längst verblüht, können uns aber dennoch hilfreich zu Diensten stehen. Diese Tatsache kann gerade dann zum Tragen kommen, wenn wir auf das Christfest zugehen. Die Kornblumen sind nämlich reich an Gerb- und Bitterstoffen. Diese Inhalte sind generell für die Gesundheit förderlich und unterstützen vor allem den Verdauungstrakt. Um nun besser für die kommenden Wochen gerüstet zu sein, ist es von Vorteil, den Leib dementsprechend zu versorgen. Dafür müssen nicht unbedingt kostspielige Präparate besorgt werden. Besser ist es da schon, sich selbst auf eine einfache, sanfte und dennoch effiziente Weise etwas Gutes zu tun. Je nach Belieben kann dies am Morgen, zu Mittag oder am Abend in Angriff genommen werden. Und hat man die Kornblumen einmal zur Hand, dann ist es ein Leichtes, den Bauch mitsamt dem Magen zu pflegen. Das wiederum schlägt sich positiv auf das allgemeine Befinden nieder.

 

Kornblumen-Tee

2 Teelöffel voll ausgezupfte und gut getrocknete Blütenblätter der Kornblumen mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergießen. Den Tee 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. 2 bis 3 Wochen lang einmal pro Tag eine Tasse davon bedächtig und schluckweise trinken. Das vermehrt die Harnabgabe und unterstützt eine bessere Befindlichkeit im Magen-Darm-Trakt. www.kraeuterpfarrer.at

Kornblume mit Blütendetails © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

Erholsames Fußbad

Mit Himbeerblättern

Um unsere Gesundheit aufrecht zu erhalten, ist es sicher notwendig, sich regelmäßig im Freien zu bewegen. Gewiss gilt dabei wie überall im Leben das rechte Maß nicht zu verlieren und nichts zu übertreiben. Bei vielen Tätigkeiten – im Garten etwa – wird unser Körper herausgefordert und wir tanken eine Menge an frischer Luft. Danach braucht es aber ebenso die nötige Entspannung. Was die Himbeeren (Rubus idaeus) damit zu tun haben können, möchte ich heute aufzeigen. Gewiss ist es köstlich, die Früchte dieser Rosengewächse genießen zu können. Oder sie dienen bloß als Dekoration auf einem Dessert. Die Blätter der Himbeersträucher sind aber ebenso wertvoll und nutzbringend. Sie enthalten vor allem Gerbstoffe und Flavonoide. In der Tradition der pflanzlichen Heilkunde gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Vorzüge der grünen Wuchsteile der Himbeeren zum Einsatz zu bringen. Die guten Effekte der Blätter dürfen dabei z. B. auf den Füßen oder besser gesagt auf der sogenannten Reflexzone der physisch zuunterst liegenden Gliedmaßen zum Tragen kommen. Die zusammenziehenden und gleichzeitig entspannenden Wirkungen gehen von dort auf den ganzen Körper über und bewirken, dass man wieder Kräfte sammeln kann. Nehmen Sie sich also die nötige Zeit, um bei einem wohltuenden Fußbad genau das in die Tat umzusetzen.

 

Zusatz mit Himbeerblättern 

1 Handvoll getrocknete Himbeerblätter mit ziemlich heißem Wasser übergießen, am besten gleich in der Wanne (bzw. Schaffel), wo das Fußbad durchgeführt wird. Einfach warten bis bei annehmbarer Temperatur das Fußbad begonnen werden kann. Darin die Füße 10 bis 15 Minuten baden. Danach die Füße mit lauwarmem Wasser abspülen, gut abtrocknen und noch zusätzlich ein wenig massieren, am besten mit einem Hopfen-Ölauszug. Das bringt eine entspannende Wirkung mit sich. www.kraeuterpfarrer.at

Himbeertriebe und Früchte (Rubus idaeus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Dem Zahnfleisch dienen

Mit den Gerbstoffen der Eichenrinde

Dienstleistungen sind allerorten gefragt. Wer sich nicht nur in den Städten mit dem Auto auf den Straßen befindet, begegnet dort immer wieder den Fahrzeugen der Liefer- und Zustelldienste, die fast schon rund um die Uhr unterwegs sind, um allen das Gewünschte zu bringen. Das ist nur ein Beispiel für vieles, was ansteht. Für alles, das die einzelnen Destinationen der körperlichen Bereiche benötigen, sind wir selbst zuständig. Schauen wir heute einmal auf das Zahnfleisch und gleichzeitig auf die Eichen (Quercus). In der Naturheilkunde nimmt diese Baumart einen hohen Stellenwert ein. Genauer gesagt sind es die zarten Teile wie Blätter und Rinde von jungen Zweigen. Die Vorzüge der Eiche – im Speziellen der Stieleiche (Quercus robur) – liegen im Gehalt an Gerb- und Mineralstoffen. Diese besitzen eine zusammenziehende Wirkung, die für verschiedene Bereiche unseres Körpers von Vorteil sein können. In erster Linie ist die Haut der große Profiteur dieser Tatsache. Zur Unterstützung des Knochenaufbaus ist ebenso das Vorhandensein von Kalk in der Eichenrinde ein Nutzen. Und gar nicht selten benötigt das Zahnfleisch eine Festigung. So können viele von uns gerade dort eine Schwäche feststellen, die sich etwa in Zahnfleischbluten und einer Lockerung der Zähne bemerkbar macht. Um hierbei nicht tatenlos zuzusehen, ist es sinnvoll, sich die Eichenrinde zu besorgen und zur Anwendung zu bringen. Immerhin fühlen wir uns besser, wenn wir dem Zahnfleisch mit pflanzlicher Kraft dienen.

 

Eichenrinde pulverisieren

Getrocknete Eichenrinde, die von fingerdicken Zweigen entnommen wurde, zu Pulver reiben. In den Apotheken bzw. im Fachhandel gibt es das Produkt fertig im Angebot. Vom Eichenrinden-Pulver ca. 1 Teelöffel in den Mund nehmen und mit der Zunge verteilen. Nach einer Weile mit lauwarmem Wasser nachgurgeln und ausspülen. Das Zahnfleisch wird auf diese Weise gestärkt und gefestigt. www.kraeuterpfarrer.at

Eichenzweig mit Eicheln und Rinde © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

Ein besonderes Bad

Mit Brombeerblättern und Honig

Mit den fortschreitenden Wochen und Monaten des Jahres taucht bei gar nicht wenigen die Frage auf, wie wohl die Zukunft aussehen wird, die auf uns alle zukommt. Was die gesellschaftlichen Entwicklungen in den befriedeten Ländern mit sich bringen, wenn da und dort das Geld und das Personal geringer werden? Wird der Krieg in Europa zu einem Ende kommen oder nicht? In Sachen Gesundheit ist es auch fraglich, ob alles beim Gewohnten bleibt. So gesehen ist es umso wichtiger, sich fit zu halten und sich darüber hinaus etwas Gutes zu tun. Die Blätter der Brombeeren (Rubus fruticosus) sollten dabei nicht übersehen werden. Denn in diesen grünen Wuchsteilen der Fruchtlieferanten steckt eine große Menge an Gerbstoffen, die ihrerseits für einen zusammenziehenden und damit gleichzeitig für einen keim- und pilzwidrigen Effekt verantwortlich zeichnen. Ganz klar, dass dies gerade auf unserer Haut wirkungsvoll zum Tragen kommt und auch dem restlichen Organismus eine Unterstützung bietet. Denn unsere physische Außenseite gibt vieles an das Innere weiter. Damit all das Geschilderte auch auf der Haut „ankommen“ kann, ist es notwendig, die Brombeerblätter dementsprechend aufzubereiten. Hinzu gesellt sich noch der kostbare Honig, der ebenfalls reich an guten Substanzen ist und eben nicht nur für die Bienen von immens hoher Bedeutung ist, sondern dem menschlichen Körper ebenfalls zugutekommt. Bringt er doch zudem Entspannung und Stärkung zugleich mit sich.

 

Badezusatz mit Naturmitteln

100 g von getrockneten und zerkleinerten Blättern der Brombeeren mit 1 bis 2 Liter kaltem Wasser übergießen und kurz aufkochen. Dann 1/2 Stunde zugedeckt ziehen lassen. Abseihen und zur Flüssigkeit noch 8 Esslöffel voll Honig rühren. Jetzt erst dem warmem Badewasser hinzufügen und ca. 15 Minuten darin genüsslich baden. Das strafft die Haut und stärkt zugleich den ganzen Organismus mitsamt den Nerven. Das wiederum fördert ein gutes Allgemeinbefinden. www.kraeuterpfarrer.at


Brombeere © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

Blühende Ergänzung

Steinklee als Zugabe

In Zeiten, in denen wir sparsam leben und mit dem vorhandenen Geld gut haushalten müssen, ist es angesagt, die vielen Möglichkeiten zu nutzen, die uns seitens der pflanzlichen Natur geboten werden. Denn immerhin stellt das eigene Obst und Gemüse aus dem Garten eine gute Ressource an Nahrungsmitteln dar, die uns auch im Winter zur Verfügung stehen können. Und dann sind da auch noch die verschiedenen Heilkräuter, die beim Zubereiten der Speisen im eigenen Heim keine unwesentliche Rolle spielen. Gewiss werden sie meist als Gewürz Verwendung finden. Doch gibt es darüber hinaus noch andere Varianten der Verarbeitung. Den wenigsten wird dabei der Gelbe Steinklee (Melilotus officinalis) in den Sinn kommen. Es wäre aber schade, ihn nur in die Kategorie der Wildkräuter zu verbannen, die halt draußen irgendwo wachsen und an denen bloß Bienen und Schmetterlinge ihre Freude haben. Vor allem in den Blüten des Gewächses sind sehr viele Inhaltsstoffe eingelagert wie etwa Cumarine, Flavonoide und Saponine. Aus dem traditionellen Gebrauch des Steinklees wissen wir, dass er entzündungshemmende und krampflösende Effekte weiterzugeben vermag. So ist es nur recht und gut, sich dieser Pflanze erneut eingedenk zu werden und ihre Vorteile auch zu nutzen. Bei Zwischenmahlzeiten kann der Gelbe Steinklee durchaus öfter integriert werden. Dem Einfallsreichtum soll hier kein Riegel vorgeschoben werden, wenn ich konkrete Beispiele gleich anschließend vorschlage. Ganz im Gegenteil: je mehr jemand auf die Kraft der Natur zurückgreift, desto höher ist dann auch die Dankbarkeit für die vielfältigen Gaben des Schöpfers.

 

Streichkäse und Sauermilch anreichern

Beim Zubereiten eines so genannten Topfenkäses ein wenig von getrockneten Blüten des Gelben Steinklees dazugeben. Gut verrühren und eine Weile stehen lassen. Oder in ein Glas Sauer- bzw. Buttermilch hineinrühren. Nach einer Weile schluckweise trinken, um den Körper von innen heraus zu stärken und widerstandsfähiger zu machen. Steinkleeblüten besitzen einen angenehmen honigartigen Geschmack, der zudem noch angenehm am Gaumen festzustellen ist.

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Gelber Steinklee © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

Sich mit Kräutern besinnen

Gesund in den Advent

Der Advent wird seit Langem als die stillste Zeit im Jahr bezeichnet. Das ist wohl für die meisten von uns bloß ein frommer Wunsch. Die Realität schaut da schon ganz anders aus: hektisches Getriebe in den Supermärkten, Staus auf den Straßen und zusätzlich noch der ganz normale Alltag mit all den anfallenden Sorgen und Problemen. Da braucht es wohl eine Hilfe, um wirklich ein wenig leiser zu treten und sich besinnen zu können. Ohne großen Aufwand betreiben zu müssen, lädt uns eine Mischung von verschiedenen Kräutern und Früchten ein, dem Advent trotz allem eine besondere Note zu verleihen. Apfelschalen, Hagebutten, Anis  und ein wenig Koriander dazu, zusätzlich Heidekraut, Lavendel, Melisse, Salbei, Ysop und Ringelblume lassen sich gut zusammenfügen. Diese 10 Gaben der Natur unterstützen den gesamten Organismus in seinen vielfältigen Abläufen und Funktionen. Die Verdauung wird im Besonderen gefördert und das Nervenkleid gestärkt. Die Reihe der Inhaltsstoffe ist vor allem gekennzeichnet durch das Vorhandensein von ätherischen Ölen wie etwa beim Anis und Lavendel, bei der Melisse und beim Koriander. Die Apfelschalen und die Hagebutten sind reich an Pektin sowie an verschiedenen Vitaminen. Der Salbei und die Ringelblume bringen wertvolle Gerbstoffe in die besagte Mischung ein. Und der Ysop ist sowieso sehr aromatisch. Alles in allem ein gutes Team, das die hoffentlich vorhandene Gesundheit zu untermauen vermag und der Psyche einen neuen Schwung verleihen kann, gerade dann, wenn die Tage trüb und nasskalt sind. Wer sich einen Tee aufgießt und ihn auch anschließend trinkt, hat einfach mehr vom Leben. Nehmen wir uns also Zeit dafür.

 

Kräutertee „Besinnlicher Advent“

2 Teelöffel einer Mischung aus getrockneten Apfelschalen, Hagebutten, Anis, Koriander, Heidekraut, Lavendel, Melisse, Salbei, Ysop und Ringelblumenblüten mit 1/4 Liter Wasser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen mit etwas Honig und Zitronensaft ergänzen. Am besten 3 Wochen hindurch 2 bis 3 Tassen davon trinken. Die Zeit hierfür gut einteilen, damit das eigene Wohlbefinden wirklich eine konkrete Unterstützung erhält und die Besinnung nicht zu kurz kommt. Die fertige Teemischung namens „Besinnlicher Advent“ erhalten Sie im Kräuterpfarrer-Zentrum: Tel. 02844/7070, E-Mail: bestellung@kraeuterpfarrer.at oder im Webshop: https://www.kraeuterpfarrer.at/besinnlicher_advent-4641.htm

Auf alle unsere TEEMISCHUNGEN gibt es übrigens bis MO 05. Dez. 10 % SONDERRABATT!

Besinnlicher Advent © Foto von Reinhard Podolsky, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

Um besser einzuschlafen

Apfelessig und Bienenhonig verdünnen

Hausmittel haben eigentlich immer Saison. Das gilt bei vielen Verwendungen, die mit Heilkräutern in Verbindung stehen. Doch weiß die langjährige Erfahrung auch andere Hilfen zu schätzen, die in der Speisekammer zur Verfügung stehen. Dazu zählen wohl auch der Apfelessig und der Honig. Die beiden scheinen auf den ersten Blick zwar nicht kompatibel zu sein, ist doch allein schon ihr Geschmack äußerst divergent. Dies ist aber noch lange kein Grund, sie nicht in eins zu bringen. Dafür spricht allein schon die Tatsache, dass auch beim Zubereiten von Speisen verschiedenste Gewürze das gewisse Etwas und eben eine wohlschmeckende Charakteristik herbeiführen können. Wir wollen aber den Geschmackssinn etwas hintanstellen, um uns einem ganz wichtigen Thema zu widmen. Dies ist das Bestreben, gut zu schlafen, um einen neuen Tag einigermaßen ausgeruht und erholt beginnen zu können. Um das zu erreichen, spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle. So trägt der Konsum von Apfelessig dazu bei, die Säureproduktion im Magen anzukurbeln, was wiederum ein besseres Verdauen der aufgenommenen Mahlzeiten fördert. Es soll ja nicht bloß sprichwörtlich nichts im Magen liegen bleiben. Der Honig wiederum enthält verschiedene Aminosäuren, die sich einerseits positiv auf die Tätigkeit des Gehirns auswirken und andererseits auch einen beruhigenden Effekt an die Nerven weiterreichen. So ist es also nicht schlecht, am Abend etwas zu unternehmen, wenn nervöse Störungen einen eher seichten und mehrmals unterbrochenen Schlaf in Aussicht stellen. In einem praktischen Tipp, den ich heute wieder einmal den zahlreichen Ratschlägen von Hermann-Josef Weidinger entnehme, kann vielleicht so manchen Betroffenen geholfen werden.

 

Getränk vor dem Schlafengehen

2 Teelöffel voll Apfelessig in ein Glas mit lauwarmem Wasser geben. Ebenso viel Honig hinzufügen und gut umrühren. Diesen Trunk ca. 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen schluckweise zu sich nehmen. Das kann mithelfen, einen besseren Schlaf zu fördern, vor allem dann, wenn die Nerven aus verschiedensten Gründen angespannt sind und es daher umso schwieriger ist, sich von den Sorgen oder den psychisch-emotionalen Strapazen zu lösen. www.kraeuterpfarrer.at

Honigwabe mit Bienen © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

Bitterstoffe als Pflegemittel

Tausendguldenkraut äußerlich anwenden

Mit einem gepflegten Erscheinungsbild fühlen wir uns alle wohl, vor allem dann, wenn wir uns zu gesellschaftlichen Anlässen hinbegeben. Da bleibt der oft raue Arbeitsalltag, der vieles von uns abfordert. Und es ist eine Möglichkeit, dadurch auf sich selbst zu schauen und etwas für sich zu tun. Gewiss kommen uns in diesem Zusammenhang manche Produkte aus der Drogerie in den Sinn, die uns dabei zur Verfügung stehen. Doch hat auch die Schatzkiste der pflanzlichen Natur etwas dafür parat. Das Tausendguldenkraut (Centaurium erythraea) etwa kann durchaus der Haut zu Diensten stehen. Dieses liebenswerte Enziangewächs findet sich in den heimischen Wäldern, wo es schon seit langem einen schützenwerten Status zuerkannt bekommen hat. In diesem Sinne ist es wichtig, dessen Vorkommen zu achten und zu hüten. Gottlob gibt es auch die Möglichkeit, das Heilkraut im Garten zu kultivieren und zu ernten. Dieses liebenswerte Geschöpf besitzt einen sehr hohen Anteil an Bitterstoffen. Jeder, der schon einmal mit dieser Pflanze etwas zu tun hatte, weiß darum. Mit diesem Inhalt ist ebenso eine brauchbare Wirkung verbunden, die sich gerade für die äußeren Partien des Körpers als wertvoll herausstellen kann. Im Hinblick auf eine Regulierung der Schweißproduktion ist es sinnvoll, das Tausendguldenkraut heranzuziehen. Und dabei braucht niemand den Geschmack desselben fürchten, weil ja der Gaumen und die Zunge diesmal nicht damit in Berührung kommen. Vielmehr bewirkt der zusammenziehende Effekt der Bitterstoffe ein erhöhtes persönliches Wohlgefühl.

 

Ansatz als Hautwasser 

2 Teelöffel voll von getrocknetem und zerkleinertem blühenden Kraut des Tausendguldenkrautes in 1/2 Liter kaltem Wasser über Nacht ansetzen und morgens abseihen. Einen Waschlappen damit tränken und die Haut abreiben, vor allem dort, wo man vermehrt schwitzt. An der Luft eintrocknen lassen. Das bringt eine erfrischende Wirkung mit sich und hilft mit, eine übermäßige Schweißproduktion zu reduzieren. www.kraeuterpfarrer.at

Tausendguldenkraut © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

Mineral- und Ballaststoffe aufnehmen

Kohlrabi als wertvolles Gemüse

Es ist erstaunlich, wie spannend es sein kann, sich näher mit den verschiedenen Formen des Gemüses auseinanderzusetzen. Denn alles hat letztlich seine Geschichte. Das trifft auch bei der Pflanzengattung Kohl (Brassica) zu, die wiederum eine Sparte der Familie der Kreuzblütengewächse darstellt. Um mich jetzt nicht zu sehr in botanischen Erläuterungen zu ergehen, möchte ich mich dem Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes) zuwenden. Denn in diesem gleichermaßen bekannten wie auch beliebten Gemüse steckt sehr viel Gutes. Schon als Kind knabberte ich gerne rohe Kohlrabischeiben, die mir meine Mutter auf den Tisch stellte. Und ehrlich gesagt: bis heute nasche ich gerne Selbiges wie unlängst beim Frühstück. Gerade bei Heranwachsenden ist es von Vorteil für einen kräftigen Kiefer samt den darauf sitzenden Zähnen, wenn sie Derartiges praktizieren. Im Kohlrabi, der auch Kohlrübe oder Stängelkohl genannt wird, stecken vor allem Mineralstoffe wie etwa das wichtige Magnesium und auch eine Menge an Ballaststoffen. Für den ganzen Organismus ist es förderlich, auf diese Weise einen Nachschub vorhanden zu haben. Und die Peristaltik des Darmes wiederum ist samt der Darmflora gleichsam dankbar dafür, sich wiederholt mit Ballaststoffen auseinandersetzen zu können. Während des Sommers kann der Kohlrabi von den garteneigenen Beeten geerntet und gleich frisch gegessen werden. Zusätzlich sollte nun auch das Angebot in den Geschäften nicht unbeachtet bleiben, das von qualitätsvoll biologisch geführten Betrieben stammt. Jedenfalls sollten wir nicht darauf vergessen, die Rohkost auch im Winter in regelmäßigen Abständen in den Speiseplan zu integrieren. Dadurch treffen wir Vorsorge für eine stabile Vitalität und können so zu einem höheren Prozentsatz an gesunden Menschen etwas beitragen, der wohl zu allen Zeiten gefragt ist und bleibt.

 

Am besten frisch und roh 

Von einer Kohlrabi-Knolle ein paar Scheiben abschneiden und die äußere Schale entfernen. Gleich direkt davon abbeißen und gut kauen. Zum Schluss eines Frühstücks oder während der Arbeit zwischendurch, um sozusagen gesund zu jausnen. Gerade jene, die unter einem trägen Darm leiden, sollten dies regelmäßig tun, um die Aktivität des Verdauungstraktes auf natürliche Weise zu steigern und somit das eigene Wohlbefinden zu fördern. Kohlrabi ist zudem ein wertvoller Lieferant an Mineralstoffen und Spurenelementen. www.kraeuterpfarrer.at

Kohlrabi© Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya