Die Nieren unterstützen

Die Dornige Hauhechel verwenden

Wenn man in der heimischen Pflanzenwelt nach Besonderheiten sucht, dann sollte man bedenken, dass es viele bedrohte Arten gibt, die in den letzten Jahren unter vermehrtem Stress stehen. In den Gegenden des Flach- und Hügellandes fehlt es an regelmäßigen Niederschlägen. Somit gilt es für die Gewächse, sich vermehrten Trocken- und Hitzeperioden auszusetzen, die letzten Endes auch deren künftige Existenz in Frage stellen. Eine Spezies scheint dieser Tatsache gut trotzen zu können. Ich meine die Dornige Hauhechel (Ononis spinosa), die ihre Äste auch mit Sprossdornen wehrhaft ausstattet. Sie liebt magere Böden auf Trockenrasen-Arealen. Die Hauhechel blüht sehr schön. Man kann an ihr förmlich ablesen, dass sie zur Familie der Schmetterlingsblütler zählt. Unsere Vorfahren wussten bereits um die Heilkraft dieser Pflanze. Selbst aus der Antike gibt es prominente Zeugnisse von deren Verwendung, wie z. B. von Theophrast und Dioskurides. Die Heilwirkung ruft man aber an ihr nicht von den Blüten, den Blättern oder den Stängeln ab, sondern man findet sie in der Wurzel unter der Erde. Als Hauptwirkstoff gilt das ätherische Öl mit seiner harntreibenden Eigenschaft. Und somit landen wir mit der Hauhechel bei den Nieren, die eine ganz wertvolle Aufgabe in unserem Organismus innehaben. Sie produzieren den Harn und tragen wesentlich zum Flüssigkeits- bzw. Elektrolythaushalt des Körpers bei. Leider bleiben die Nieren nicht von Beeinträchtigungen gefeit, die sich in Form einer Entzündung oder im Vorliegen von Nierengrieß oder gar Nierensteinen manifestieren können. In allen Fällen ist es notwendig, diese Zustände durch eine ärztliche Diagnose samt der damit verbundenen Therapie einer Besserung und hoffentlich auch Heilung einer positiven Wende zuzuführen. Als begleitende Unterstützung kann, wenn nichts dagegen spricht, auch ein Tee getrunken werden.

Die Nieren durchspülen

Von der getrockneten und zerkleinerten Wurzel der Dornigen Hauhechel nimmt man 2 volle Esslöffel. Über Nacht in 1/2 Liter kaltem Wasser ansetzen. Am Morgen gut anwärmen und abseihen. Gleichzeitig brüht man 1/2 Liter Fencheltee auf, den man mit dem Hauhechelansatz zusammenmischt und dann in eine Thermosflasche füllt. Als Tagesgetränk zu sich nehmen, um die Nieren durch das Treiben des Harns bei Nierengrieß, Nierensteinen und Entzündungen zu unterstützen. www.kraeuterpfarrer.at

Dornige Hauhechel (Ononis spinosa) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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