Unaufdringlich und natürlich

Veilchen für besseren Körpergeruch

Die ausgelassene Zeit des Faschings ist wohl jene, wo man noch am ehesten bereit ist, ein Auge zuzudrücken und so manchen Mangel nicht sofort auf die Waagschale zu legen. Gerade hinter einer Verkleidung und gut maskiert kann man all das, was einem Schwierigkeiten bereitet und somit schwächt, zumindest vorübergehend ad acta legen. Ich wünsche somit allen einen guten Karneval und lustige Stunden! Mit dem Wohlriechenden Veilchen (Viola odorata) kann man übrigens auch auf einen bunt-fröhlichen Ball gehen. Dazu muss man sich den Frühlingskünder aber nicht unbedingt ins Haar stecken, da es noch eine Weile dauern wird, bis er erblüht. Die Veilchen zählen zu den wirkungsvollen Pflanzen, die sicher mehr können, als bloß etwas zu dekorieren und so schön auszusehen. Die Wuchsteile der Pflanze enthalten viele gute Inhaltsstoffe wie etwa Schleimstoffe, Saponine, Salicylsäureverbindungen, Eugenol und auch Duftstoffe, wie es ja der adjektivische Name ohnehin zum Ausdruck bringt. Die praktizierte Naturheilkunde hat das Veilchen seit eh und je dafür verwendet, um damit verschiedenste Leiden der Haut zu begleiten. Darüber hinaus zählt das Gewächs zu den wertvollen Hilfen für die Atemwege, die gerade im ausgehenden Winter herausgefordert werden. Heute jedoch möchte ich mehr in den Bereich der kosmetischen Fürsorge gehen. Eine der persönlichen Schwächen, die eingangs angeklungen sind, besteht darin, die eigene Ausdünstung des Körpers nicht für so wichtig zu erachten. Es darf einen in der Folge aber nicht wundern, wenn jene, denen man begegnet, auf Distanz gehen. Um sich in der eigenen Haut wohler zu fühlen und ein sichereres Auftreten zu haben, ist es gewiss nicht das Schlechteste, den guten Duft der Kräuter zu nutzen, um sich eine angenehme Wohligkeit zu verschaffen.

Veilchenblüten aufbrühen

Von frischen oder getrockneten Blütenköpfen des Wohlriechenden Veilchens nimmt man 1 gehäuften Esslöffel voll und übergießt diese Menge mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Nach dem Auskühlen 2 Esslöffel hochprozentigen Alkohol dazugeben. Mit diesem Veilchenwasser kann man den ganzen Körper einreiben, um unangenehme Gerüche hintanzuhalten. Somit betreibt man Kosmetik auf eine ganz natürliche Art. www.kraeuterpfarrer.at

Veilchenstock blühend und mit Wurzel (Viola odorata) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Kommentare geschlossen.