Das Herz stärken

Der Rosmarin hat es in sich

Um in den Genuss eines kräftig würzigen Duftes zu kommen, kann man verschiedene Wege gehen. Man kann z. B. aufwendige Schritte gehen, um zum Schluss mit einem Destillat ein befriedigendes Ergebnis zu erlangen. Diese Methode kommt vor allem beim Herstellen kosmetischer Produkte zum Zug. Aber oft geht es viel einfacher. Einige Heilkräuter zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Substanzen aus, so dass es genügt, sie lediglich zu berühren oder mit den Fingern über deren Oberfläche zu streichen. Das ist vor allem beim Rosmarin (Rosmarinus officinalis) der Fall. Doch ist es nicht so, dass dieser Lippenblütler bloß nach außenhin einen guten Eindruck erweckt. Kampfer, Bitter- und Gerbstoffe sowie Harze sind einige der Inhaltsstoffe des mediterran abstammenden Gewächses. Der Rosmarin ist also mehr als eine Zierpflanze, die man den Sommer über im Garten stehen hat und im Winter wohl besser im Schutz eines Hauses vor Frostschädigung bewahrt. Seit jeher diente er als Gewürz und darüber hinaus als Heilpflanze. Generell gilt der intensiv duftende florale Zeitgenosse als durchblutungsfördernde und muntermachende Droge. Doch profitieren genauso andere Bereiche und Organe der inneren Physis von seiner Verwendung. Kein Geringerer als Pfarrer Sebastian Kneipp war es, der empfahl, den Rosmarin in Wein anzusetzen, um so an die breitgefächerte Wirkpalette der Pflanze heranzukommen. Wie gesagt, das Herz, das Blut, der Nieren- und Blasenbereich als auch der Magen sind die wichtigsten Adressaten dieser Intention. Selbst wenn man unter einer geistigen Erschöpfung leidet, kann es angezeigt sein, den Rosmarin in einer verträglichen Aufbereitung zum Zug kommen zu lassen.

Ansatz in Wein

Vorerst benötig man getrocknete blühende Triebenden von Rosmarinzweigen. Diese werden zerkleinert. 150 g davon nehmen, in einem weithalsigen Glasgefäß mit 1 Liter mildem Rotwein übergießen und 10 Tage gut verschlossen stehen lassen. Danach abseihen und zusätzlich filtrieren. In einer dunklen Flasche abgefüllt im Kühlen lagern. Um die eigene Vitalität zu steigern, kann man 3-mal am Tag je 1 Stamperl voll auf nüchternem Magen zu sich nehmen, um so das Herz zu stärken, die Verdauung zu unterstützen oder das Blut zu reinigen.

Rosmarin mit Blütendetails (Rosmarinus officinalis) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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