Hilfe für die Atemwege

Latschenzapfen in grünem Zustand

Wir Menschen sind wundervolle Geschöpfe. Es gibt uns nur in einmaliger Ausführung auf dieser Welt, die nie mehr wiederkehrt. Gott hat es so gefügt, dass jede Person ein Unikat darstellt. Immerhin gilt diese Erkenntnis auch für Zwillinge! Das ist die eine Seite. Die andere stellt sich dergestalt dar, indem wir verletzlich und für Krankheiten anfällig sind. Manche Leiden und Beschwerden, die sich meist als nicht als so gravierend erweisen, kehren wieder. Dazu zählen sicherlich die Erkältungssymptome wie ein schmerzender Hals, Husten und Heiserkeit, den Schnupfen nicht zu vergessen. In der Latschenkiefer (Pinus mugo) gesellt sich genau bei diesen Problemen ein pflanzlicher Freund an unsere Seite. Normalerweise kennen wir diesen Baum, der auch als Legföhre oder Krüppelkiefer bezeichnet wird, in seiner Funktion als Gewächs der alpinen Baumgrenze, wo er als Lawinenschutz wertvolle Dienste leistet. Bei Wanderungen im Bergland kann man der Latschenkiefer noch vielerorts begegnen. Seit langem hat man sie aber auch in die Gärten geholt, wo sie als strukturierendes Gestaltungselement zum Einsatz kommt. Wie alle Nadelbäume sorgen auch die Kleinwüchsigen unter den Föhren für eine Verbesserung der Luft, weil sie mit ihren Zweigen quasi den Wind durchkämmen und viele Terpene und ätherische Substanzen an die Umwelt abgeben. Als besonders wertvoll erweisen sich ebenso die Fruchtstände darauf, die wir ganz einfach Zapfen nennen. Solange diese im Heranwachsen sind und sich noch nicht verholzt haben, können sie für die Atemwege genutzt werden. Sie enthalten besonders viele ölige und ätherische Substanzen, die sich besonders für die Bronchien als stärkend und festigend erweisen. Zudem besitzen sie eine keimwidrige und entzündungshemmende Kraft. Aus alten Überlieferungen ist in unserer Zeit ein Hausmittel bekannt, das sich sicherlich auch heute noch herstellen lässt und als hilfreich herausstellen kann. Viele Zutaten benötigt es dazu nicht.

Latschenzapfen-Geist

Von den Zweigen der Latschenkiefer sammelt man im Frühjahr 10 grüne Zapfen, die im Inneren noch weich sind. Man zerschneidet sie fein und gibt sie zusammen mit ein paar frisch getriebenen Nadelspitzen des Baumes in eine helle Flasche, die man mit einem herkömmlichen Obstbrand auffüllt. 8 Wochen lang an einem hellen Ort im warmen Zimmer stehen lassen, ohne es der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen. Danach filtrieren und noch ein paar Monate im Keller lagern. Bei Erkältungen schluckweise einnehmen. Kann auch als Beigabe zu Mundspülungen mit Kamillentee verwendet werden.

Latschenkiefer (Pinus mugo) ⓒ Grafik von Prof. Emil Jaksch, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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