Ein beruhigender Fastentipp

Hopfen fördert guten Schlaf

Es ist leichter gesagt als getan! Schnell kommt einem der Appell über die Lippen: So nimm dich doch nicht so wichtig! – wenn man jemanden dazu ermahnen möchte, weniger Aufgaben anzunehmen und mehr auf die eigenen Kräfte zu achten. Doch wie gesagt, in dieser Beziehung sitz ich wohl selbst oft genug im sprichwörtlichen Glashaus. Wenn nun an allen Ecken und Enden vom Fasten die Rede ist, so möchte ich mit dem Hanfgewächs Hopfen (Humulus lupulus) die Aufmerksamkeit auf den gesunden Schlaf richten. Denn angesichts permanent laufender digitaler Medien in unserer unmittelbaren privaten Lebenswelt ist es im wahrsten Sinne des Wortes ganz schwer, abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Schauen wir uns doch die Wirkungen, die mit dem Hopfen und dessen Verwendung verbunden werden, einmal genauer an. Und dabei sollten wir das Bierbrauen, auch wenn es schwer fällt, durchaus ausblenden. Der wortgebende Inhaltsstoff Lupulon und das dazugehörige Humulon sind zwei Bittersäuren, die sich beruhigend auswirken können. Zusätzlich enthält der Hopfen noch eine Menge an Gerbstoffen, die dem Organismus durchaus zuträglich sind. Ich schlage vor, sich als Fastenvorsatz die Zeit herzunehmen, die man für sein eigenes Wohlbefinden verwendet. In Kombination mit einem abendlichen Bad erwischt man zwei Fliegen mit einem Schlag: man lässt den Hopfen über die Haut wirken und man kommt in der Wanne besser zur Besinnung als vor einem Bildschirm oder einem zu bedienenden Display. Ziel dabei bleibt, den Schlaf zu fördern, der für unsere Ausgewogenheit überaus wichtig ist. Leider machen sich gerade junge und pubertierende Mitmenschen zu wenig Gedanken darüber, welchen Raubbau sie an ihrer späteren Entwicklung treiben, indem der Schlaf zur rechten Zeit keine Rolle zu spielen scheint. Der Hopfen kann helfen, sich dahingehend wieder gut einzupendeln.

Hopfenzapfen-Bad

Von getrockneten Hopfenzapfen (= weibliche Blüten) nimmt man ca. 125 g und füllt sie in ein Stoffsäckchen. Dieses legt man in die Badewanne, die man mit ziemlich heißem Wasser bis zur Hälfte füllt. Nach einer halben Stunde temperiert man das Wasser so, dass man hineinsteigen und 15 Minuten im Wasser bleiben kann. Danach heraussteigen, abtrocknen und das Bett zum Schlafengehen ansteuern. Ein durch diese Anwendung beruhigter Organismus kann so eine bessere Nachtruhe gewährleisten.

Hopfen (Humulus lupulus) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Kommentare geschlossen.