Die Atemwege stärken

Mithilfe der Alantwurzel

Wer die rein physischen Lebensvollzüge ein wenig genauer betrachtet, wird draufkommen, dass in vielem ein stetiger Austausch stattfindet. Und irgendwo ist alles so geregelt, dass immer ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen besteht. Die Atmung ist wohl ein sehr gutes Beispiel dafür, um diese Tatsache zu verdeutlichen. Gute Luft samt Sauerstoff wird aufgenommen, genutzt und verwandelt, das für den Körper Unbrauchbare wieder freigesetzt. Die Pflanzen sind es vor allem, die dafür sorgen, dass es genügend Sauerstoff auf unserer Welt gibt. Der Alant (Inula helenium) ist zwar nur ein winziges Mosaiksteinchen dessen, was ich eben anzudeuten versuchte, doch steckt in ihm noch mehr Kraft als bloß während seiner vegetativen Phase die Photosynthese durchzuführen. Immerhin ist es ihm möglich, ganz hoch zu wachsen und mit seinen leuchtend gelben Korbblüten die ganze Umgebung zu verschönern. Der eigentliche Schatz jedoch, den es aus diesem Gewächs zu heben gibt, liegt in den Wurzeln verborgen. Dazu zählen ein stark duftendes ätherisches Öl, Inulin, eine geringe Menge an harzigen Substanzen sowie Pektin und Bitterstoffe. Diese Kombination kann sich einerseits sehr förderlich und unterstützend auf den Verdauungstrakt auswirken, andererseits aber profitieren vor allem die Atemwege von deren Vorhandensein. Angesichts der Tatsache, dass ein schnell „eingefangener“ Husten das Leben ziemlich negativ beeinträchtigen kann, ist es nur recht und gut, um geeignete Auswege aus diesem Leiden zu wissen. In diesem Sinne möchte ich einmal mehr auf den Alant verweisen, der Jahr für Jahr im Kräuterbeet seinen fixen Platz einnehmen darf, damit von ihm das Heilende entnommen und gezielt zum Einsatz gebracht werden kann. Wie gesagt, in den Wurzeln des Alants steckt seine gute Kraft.

Ein Tee aus der Wurzel

Von der getrockneten und zerkleinerten Wurzel des Alants nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter kaltem Wasser. 1 Stunde lang stehen lassen und dann kurz aufkochen. Noch 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und hernach abseihen. Den Tee ungesüßt schluckweise trinken, um damit die Atemwege bei einem Infekt zu stärken. Nicht mehr als 3 Tassen davon pro Tag zu sich nehmen. Das kann sich darüber hinaus auch positiv bei Magenschwäche und Darmentzündung auswirken.

Alant mit Wurzel und Details (Inula helenium) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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