Den Darm stärken

Vogelknöterich bietet sich an

Einen Einblick in das seelische Innere zu nehmen, das bleibt bei einem Menschen wohl nur wenigen gewährt. Denn wer gibt sich und seine Gedanken, Regungen und Gefühle schon gerne preis? Die Gefahr, dabei äußerst angreif- bzw. verletzbar zu werden, ist dann nur allzu groß. Und beim Leib verhält es sich ähnlich. Gottlob hilft einem da die Technik, die Physis zu durchleuchten und auf das eine oder andere Leiden draufzukommen. Der Darm ist z. B. so ein Bereich, den wir wohl ohne medizinische Hilfe nur schwer abchecken können. Der Vogelknöterich (Polygonum aviculare) ist jedoch ebenso eine Möglichkeit, um in den Bereich der Verdauung zumindest eine Unterstützung entsenden zu können. Dieses Gewächs wird landläufig leider immer noch als „Unkraut“ bezeichnet, weil es einfach häufig vorkommt und gern brachliegende Flächen besiedelt, ebenso Äcker und Wegränder. Die Pflanze ist einjährig. Ihr meist am Boden liegender Stängel hat rötlich-braune Knoten, die wie verdickte Gelenke aussehen. Aus den Blattachseln der kleinen elliptischen ungestielten Blätter wachsen die unscheinbaren weißen bis blaßrötlichen Blüten. Für die Leute früherer Generationen hatte der Vogelknöterich natürlich mehr Bedeutung als sie ihm heute zugewiesen wird. Denn durch seine Wirkstoffe erweist er sich durchaus für unsere Gesundheit als unterstützend. In den Pflanzenteilen dieses Heilkrautes finden sich Falvonoide, Gerbstoff und Harz, darüber hinaus ein wenig ätherisches Öl und eine Spur an Saponin sowie auch Schleimstoffe. Wenn nun das Innere des gesamten Darmtraktes durch eine Entzündung beeinträchtig ist, so kann es ratsam sein, sich des Vogelknöterichs zu bedienen und somit die guten Effekte, die in dem unter seinem Wert geschlagenen Kraut stecken, an die richtige Adresse heranzubringen. Viel Aufwand braucht man nicht dafür.

Tagesgetränk für den Darm

Vom getrockneten und zerkleinerten blühenden Kraut des Vogelknöterichs nimmt man 2 bis 3 Esslöffel voll und übergießt sie mit 1 Liter kochendem Wasser. Danach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Beim Abseihen gleich in eine Thermosflasche abfüllen. Somit hat man den ganzen Tag über den Tee griffbereit. Bei einer Entzündung sowohl des Dünn- als auch des Dickdarms tut es gut, diesen Aufguss immer wieder schluckweise zu sich zu nehmen, um damit den notwendigen Flüssigkeitsbedarf abzudecken und einen heilsamen Prozess zu unterstützen.

Vogelknöterich (Polygonum aviculare) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Kommentare geschlossen.