Sauna für den Kopf

Aufguss mit Majoran

Solange noch der Frost und der Schnee den Ton angeben, fällt es uns nicht schwer, unsere Gedanken Richtung Skandinavien zu lenken. Von dort kommt der allseits beliebte Brauch, in die Sauna zu gehen, um zwischendurch Entspannung und auch abschließend Erfrischung zu finden. Wir können aber ruhig in unseren Gefilden bleiben, wenn wir eine andere althergebrachte Maßnahme in Betracht ziehen, die ebenfalls mit einem heißen Klima arbeitet: das Inhalieren. Es ist sicher von Vorteil, da in diesem Zusammenhang Kräuter eine wesentliche Rolle spielen. Heute soll der Majoran besonders hervorgehoben werden. Dieser Lippenblütler ist uns vor allem als Gewürzkraut bekannt. In wilder Form finden wir ihn an trockenen Wegrändern und Hängen durchaus auch in unserer Heimat vor. Diese Pflanze trägt wiederum den Namen Dost oder Oregano. In vielfältiger Weise ist es möglich, sich der Vorteile sowohl des Dosts als auch des Majorans zu bedienen. Von der Küche war schon die Rede. Dort wird für gewöhnlich ebenso der Tee aufgebrüht, den man dann genüsslich und schluckwiese trinken möchte. Ein Majoran-Absud wirkt sich gut auf die Verdauung aus. Überdies werden mit ihm erhöhte Cholesterinwerte im Blut zumindest geringfügig reduziert. Aber gehen wir vom Magen nun ein paar Stockwerke höher hinauf, um beim Kopf zu landen. Hat sich nämlich in den Stirnhöhlen ein Infekt eingestellt, der dort für festsitzenden Schleim sorgt, so braucht man unbedingt Erleichterung, um nicht größeren Schaden zu nehmen. Es kann aber auch andere Ursachen geben, dass vermehrt Kopfweh auftritt. Und mit all dem kann Schlaflosigkeit einhergehen, die uns am nächsten Tag durch Schlappheit zu schaffen macht. In all diesen Fragen ist es klug, eine Sauna für den Kopf mit Majoran bereitzustellen.

Inhalieren mit Majoran

Ein Kopfdampfbad bringt in mehrerlei Hinsicht Erleichterung. Über die Inhalation des frisch aufgebrühten Majoran-Tees gelangen vor allem die im Kraut enthaltenen ätherischen Öle über die Atemwege und die Gesichtshaut in den Organismus. Bei den bereits oben erwähnten Beschwerden ist es ratsam, bis zu 3-mal am Tag eine entsprechend große Menge Tee anzurichten, um sich für kurze Zeit unter einem großen Handtuch die dampfende Wirkung dieser Anwendung zugute kommen zu lassen.

Majoran ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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