Auf die Finger schauen

Die Pfefferminze hilft pflegen

Mit dem Stichwort “Kontrolle” verbinden wir meist unangenehme Gefühle. Denken wir nur zurück an die Zeit des Eisernen Vorhanges, wo man an den Grenzen zu den Staaten des Ostblocks förmlich durchgefilzt wurde. Und es gäbe viele andere Beispiele mehr, wie ein Gang zum Zahnarzt, der das eine oder andere Loch an einem Zahn zum Vorschein bringt. Jemandem auf die Finger zu schauen, muss jedoch nicht immer mit negativen Impressionen einhergehen. Nehmen wir doch z. B. die Pfefferminze (Mentha piperita) mit ins Boot, wenn es gilt, den taktilen Teilen der Hand eine gute Pflege zuteil werden zu lassen. Einerseits betrifft das in erster Linie die Haut, aber vollständig wird diese Zuwendung erst, da die Nägel ebenso eine adäquate Beachtung erfahren. Diese hornigen Deckschichten der Fingerenden kommen ja mit allem, was wir im wahrsten Sinne des Wortes begreifen wollen, in Berührung. Somit ist es wichtig, dass sie eine gute Konsistenz aufweisen. In der Pfefferminze finden sich ätherische Substanzen, die mithelfen, um die Nägel sozusagen auf Trab zu halten. Sie sollen einerseits nicht zu hart und in der Folge dann brüchig sein und andererseits nicht zu weich und bei jeder kleinsten Gelegenheit schon einreißen. Wenn also der Tag mit dem Gang ins Bad abgeschlossen wird und man sich anschickt, sich schlafen zu legen, darf man dieses Ritual durchaus damit beenden, indem man bewusst auf die Finger schaut. Eine Pflege der Hände kann so gleichzeitig ein vorausschauendes Stärken der Nägel beinhalten.

Nagelpflege-Öl

Von getrockneten und zerkleinerten Blättern der Pfefferminze nimmt man die Menge von 35 g und setzt sie 14 Tage lang in 1/4 Liter kaltgepresstem Olivenöl oder einem Pflanzenöl der eigenen Wahl an. Danach abseihen und den Rückstand zusätzlich auspressen. Das gewonnene Pfefferminzöl dann extra in dunkelglasige Fläschchen abfüllen. Lichtgeschützt und kühl lagern. Jeweils am Abend damit die Nägel an den Fingern und bei Belieben an den Zehen vor dem Schlafengehen gut einfetten.

Pfefferminze ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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