Etwas Farbe hinzufügen

Klatschmohn-Blütenblätter bei Husten

Kaum ist der Christbaumschmuck abgeräumt und verstaut, geht es daran, der Ballsaison entsprechend unsere Augen in Richtung Fasching zu trimmen und unser Umfeld nach Möglichkeit und Belieben dahingehend zu dekorieren. Wenn auch das dafür geeignete Design durchaus schrill und provokant sein darf, so spielen doch nach wie vor Girlanden aus buntem Papier dabei eine wesentliche Rolle. In den Blütenblättern des Klatschmohns (Papaver rhoeas) fänden wir ebenso etwas Brauchbares für die närrische Zeit, würde deren Pracht nun die Hänge und Wiesen zieren. In der Kräuterkunde hat man schon seit Jahrhunderten diese Pflanzenteile als wirksam und nützlich erachtet und folglich auf verschiedene Weise aufbereitet und angewendet. Solange die frische Ware zu haben ist, stellt es kein Problem dar, sie sogleich zu verarbeiten. Für spätere Zeiten jedoch, in denen wir uns im offenkundigen Ruhen der Vegetation befinden, sind Klatschmohn-Blütenblätter wie auch andere pflanzliche Heildrogen getrocknet und vor Sonnenlicht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt worden. In der aktuellen gängigen Literatur wird da und dort eine tatsächliche Effektivität der roten Blütenblätter in Abrede gestellt. Nun, hierzu möchte ich sagen, dass man bei Verallgemeinerungen oft das Kind mit dem Bade ausschüttet. Mäßig verwendet, kann der eine oder andere dennoch positiv auf den Klatschmohn ansprechen und somit seine beruhigende wie auch seine schleim- und krampflösende Wirkung in Empfang nehmen. Dies bewährt sich vor allem bei Husten und Heiserkeit, die ohnehin mit so manchem grippalen Infekt einhergehen. Ein bisschen Farbe kann man ruhig in diese meteorologisch kalte Phase des Jahres einbringen.

Blütenblätter als Zusatz

Gießt man sich einen Tee aus verschiedenen Kräutern auf, um die Beschwerden einer Erkältung abzufangen, darf auch der Klatschmohn miteinbezogen werden. Seine getrockneten Blütenblätter können als Schmuckdroge in die Mischungen eingebracht werden. Von der Kräutermischung nimmt man insgesamt 2 Teelöffel voll, übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lässt den Heißaufguss 15 Minuten zugedeckt ziehen, ehe man ihn abseiht, mit etwas Honig süßt und dann schluckweise trinkt. In der Regel reicht die Menge von 3 Tassen pro Tag.


Klatschmohn ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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