Den Darm beruhigen

Bei Durchfall den Leinsamen zu Hilfe nehmen

Geschwindigkeit ist oft ein großer Vorteil. Wollen wir von einem Ort zum anderen kommen, so gewinnen wir mit einem schnellen und gleichzeitig sicheren Transport ein gerüttelt Maß an Zeit. Wie eine Medaille hat aber auch dieser Umstand einE Kehrseite: manchmal ist es besser, dass etwas langsam vonstatten geht, um gründlich erledigt zu werden. Und somit landen wir gleich beim Verarbeiten unserer Speisen im Magen und im anschließenden Darm. Der Lein (Linum usitatissimum) wird in Sorten angebaut und geerntet, die einerseits zur Gewinnung von textilen Stoffen und andererseits eben als Öl- und Samenlieferant herangezogen werden. Die Körner des Leins sind ja allseits bekannt, um eher die Trägheit des Verdauungsvorganges hintanzuhalten und die Peristaltik des Darmes positiv zu stimulieren. Aber es kann auch passieren, dass es im Handumdrehen im Bauch zu einer Unruhe kommt, die uns dann ganz schnell die Toilette aufsuchen lässt, da der Stuhl nach außen drängt. Für gewöhnlich nennen wir das Durchfall, der seinerseits wiederum verschiedene Ursachen haben kann. Wenn wir den Grund dafür zu kennen glauben, so können wir uns eine Diagnose durch den Arzt ersparen. Dennoch möchte man bei dem Ganzen nicht untätig bleiben, sondern so bald als möglich erneut geordnete Verhältnisse um die Gürtellinie herum anstreben. Aus Großmutters und Mutters Erfahrungsschatz gibt es da sicher eine Reihe an Vorschlägen und Empfehlungen. Heute möchte ich ein Hausmittel verraten, bei dem der Leinsamen eine Rolle spielt. Und im Übrigen gilt sicherlich die Erkenntnis, dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche Kost die besten Voraussetzungen bietet, um im Bauch über längere Zeit den Frieden zu sichern.

Eine „Bremse“ für den Durchfall

Zu Anfang benötigen wir eine Menge von ca. 80 g Magertopfen. Diesen verrührt man mit 1 Esslöffel voll Leinsamen und zusätzlich mit 3 Esslöffeln ungezuckertem Heidelbeersaft. Diese Mischung nimmt man am besten direkt vor den anstehenden Mahlzeiten ein. Sehr bald kommt es dadurch zu einer Befriedung des Darmes, der mithilfe dieser Kost auch leichter das Gleichgewicht seiner Flora wiederherzustellen imstande ist.


Leinpflanze ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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