Liebe geht durch den Magen

Mit der Brennnessel den Tieren helfen

Vieles ist im Gange, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit aber auch der jeweils Einzelnen auf den Wert der gottgegebenen Schöpfung zu lenken. Die zahlreichen Initiativen hierfür sind nicht nur der Bewunderung, sondern meiner Meinung nach ebenso der Unterstützung wert. Einen Meilenstein setzte in dieser Beziehung ja auch Papst Franziskus mit seiner Enzyklika „Laudato si“. Zu den Wegbereitern dieser Haltung zählte in unserer Heimat ganz besonders mein Vorgänger Hermann-Josef Weidinger. Die Brennnessel (Urtica) bezeichneten nicht Wenige vor gar nicht allzu langer Zeit noch als „lästiges Unkraut“. Weidinger hingegen schrieb bereits zu Beginn der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts in einem seiner Standardwerke über den Zugang und die Verwendung von Heilkräutern ein ganzes Kapitel, das er den Brennnesseln widmete und indem er Vorgangsweisen zum Kultivieren dieses Nesselgewächses veröffentlichte. Wer weiß, wie viele damals noch darüber argwöhnisch schmunzelten. Die Zeiten sind gottlob vorbei. In ihren heilenden Hilfen kann sich die Brennnessel durchaus als etwas Wertvolles präsentieren. So unterstützt sie den Organismus, das Blut zu reinigen und dessen neue Bildung zu fördern. Sie wirkt ebenso anregend auf den Stoffwechsel. Die brennnende Nessel erweist sich zudem als schleimlösend und generell stärkend auf allen physischen Ebenen. Wenn wir nun eingangs über eine gute Beziehung zur Schöpfung sinniert haben, sollen dabei auch die Tiere, die uns oft näher stehen als die Pflanzen, nicht zu kurz kommen. Daher sei heute einmal die Brennnessel den Vierbeinern jeglicher Art gewidmet, die uns dabei unterstützen, das Leben in seiner Fülle als Geschenk entgegenzunehmen.

Brennnessel in der Sorge um die Tiere

Leidet ein Haustier unter Koliken, so kann man ihm einen Tee aus Brennnesselblättern als Tränke verabreichen. Ein Heu, das zum größten Teil aus Brennnesseln besteht, sollte man als Ergänzung zum Futter einsetzen. Unter die tägliche Fütterung gemischt, trägt es z.B. bei Pferden zu einem besseren und gesünderen Aussehen bei. Und Milchbauern profitieren davon, da Kühe in ihrer Milchproduktion durch eine regelmäßige Beigabe von getrockneten Brennnesseln unterstützt werden. Übrigens können Tiere ebenfalls unter Rheumatismus leiden und dann ist die Brennnessel für sie wahrlich wohltuend.


Brennnessel ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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