Damit man besser sitzen kann

Einen Tee aus Haselnussblättern aufkochen

Bewegung in der freien Natur ist die beste Gesundheitsvorsorge, die man sich mindestens einmal am Tag leisten sollte. Dabei reicht es schon, einfach einen Spaziergang in die nähere Umgebung zu unternehmen, um frische Luft zu tanken. Denn meistens sind wir vielfach dazu angehalten, oft stundenlang am Arbeitsplatz zu sitzen. Wer also eine Tour nach draußen unternimmt, kann nun auch schon die Haselnusssträucher entdecken, deren Blütezeit längst abgeschlossen ist. Sie stehen in klimatisch milderen Regionen bereits in vollem Blattkleid da und verhüllen somit ihre rutenähnlichen Triebe mit einem feierlich grünen Mantel. Die Eichkätzchen hegen derzeit kaum ein Interesse in Bezug auf den wichtigen Nahrungslieferanten. Erst, wenn das Land den Sommer ausatmet, gilt es, die köstlichen Nüsse zu erhaschen und für den Winter in einem Versteck aufzubewahren. Im Gegensatz dazu dürfen wir Zweibeiner darauf Bedacht nehmen, bereits jetzt eine Hilfe von den Haselnusssträuchern zu ernten. Denn manchen von uns fällt auch das Sitzen schwer. Dies liegt weniger an einem schwach ausgebildeten Nervenkostüm, das Unruhe mit sich brächte. Vielmehr sind es unangenehme Hämorrhoiden, die im Bereich des Afters ein Unwohlsein auslösen und sogar zu Schmerzen führen können. Da ist guter Rat teuer. Neben den medizinischen Therapien, die in diesem Fall angeraten sind, kann man zusätzlich auch eine naturheilkundliche begleitende Maßnahme ergreifen. Die Gerbstoffe, die in den Blättern der Haselnuss enthalten sind, helfen mit, dass sich die blutgefüllten Ausstülpungen wiederum verkleinern und zurückbilden. In diesem Fall sollte man sich das Sitzen leisten, auch mindestens einmal am Tag.

Hämorrhoiden mindern:

Von geernteten und getrockneten Haselnussblättern nimmt man ungefähr 3 Handvoll und schneidet sie fein. Dann stellt man sie mit 2 Liter Wasser zu und kocht sie gut auf. Danach abseihen und in eine Sitzwanne gießen. Das Sitzbad sollte ca. 15 Minuten dauern. Hinterher trocknet man das Gesäß mit einem Frottiertuch ab. Es ist auch hilfreich, den After abschließend mit etwas Johanniskrautöl abzutupfen.


Haselnussblüten und Frucht ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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