„Aktion scharf“ am Kopf

Mit Kren gegen Schmerzen einschreiten

In Zeiten wie den unsrigen sind alle Einsatzkräfte mehr als nötig, um den Ansturm an Flüchtlingen aus von Krieg und Terror zerrütteten Gebieten so gut es geht in geregelte Bahnen zu lenken. Hut ab vor den Leistungen der Polizei, des Bundesheeres und des Roten Kreuzes samt allen Freiwilligen und nicht zuletzt den kirchlichen Hilfsorganisationen an den betroffenen Grenzübergängen und Bahnhöfen! Mit dem Kren (= Meerrettich) möchte ich heute eine pflanzliche Hilfskraft ins Rampenlicht rücken, die vor allem dann ihre Wirkung zeigt, wenn z. B. Kopfschmerzen uns sehr schnell an die Grenzen der Leistung und der Gesellschaftsfähigkeit bringen. Manchmal können nämlich diese ein Indiz dafür sein, dass einfach zu viel an Arbeit, Erwartungen oder Sorgen auf uns einstürmt, dem wir dann schlicht und einfach nicht mehr gewachsen sind. Sich das jedoch einzugestehen, fällt uns nicht allzu selten äußerst schwer. Natürlich gibt es zahlreiche andere Gründe für einen schmerzenden Kopf, denen man, je länger diese währen, auf jeden Fall auf den Grund gehen soll. Aber meist ist man sich der Ursache der vorübergehenden Pein bewusst, sodass ein Rückgreifen auf bewährte Hausmittel einfach das Gebot der momentanen Vernunft darstellt. Der Kren, der als Wurzelgewürz ohnehin jetzt im Herbst seine hohe Saison hat, kann uns in sehr vielen physischen Belangen hilfreich zur Seite stehen. Man sollte ihn deswegen nicht nur zu einem Würstel kredenzen, sondern ihn durchaus auch als Ergänzung zu Suppen oder so manchem Gemüsegericht heranziehen, um seine Wirkkraft über die Verdauungsorgane an den ganzen Körper weiterzuleiten. Seine äußerliche Verwendung hat ebenfalls seine konkrete Berechtigung.

Auflage bei Kopfschmerzen:

Ein Tuch aus Leinen oder Baumwolle wird in einem ersten Schritt mit Apfelessig gut befeuchtet. Dann nimmt man frisch geriebenen Kren, den man mit ein paar Tropfen Olivenöl vermischt, um ihn so auf das Essigtüchlein aufzustreichen. Dieses legt man dann bei Kopfschmerzen zusammengefaltet mit der Außenseite 10 Minuten lang auf den Nacken, um dieses unangenehme Symptom einer Linderung zuzuführen.


Kren oder Meerrettich ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya



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