Sag den Füßen leise Servus

Beim Schlafengehen Wertschätzung zeigen

Kein Weg ist zu weit mit einem Freund an der Seite. Diese wohltuende Weisheit mag sich bei vielen Lesern in ihrem Leben realisieren. Wenn man sich auf jemanden verlassen kann, ist das auf jeden Fall Geschenk und Gnade. Oft müssen aber so manche Strecken des Lebens allein bewältigt werden. Im tatsächlichen Vollzug des Gehens sind es immer noch unsere Füße, die unsere gesamte Körperlast abzufedern, zu tragen und in die gewünschte Richtung zu lenken haben. Da haben es Wurzeln im Vergleich zu den menschlichen Gehwerkzeugen schon ein wenig leichter. Sie können sich in der Erde und in Felsritzen mit ihren feinen Trieben derart verankern, dass die gesamte Pflanze darüber Halt bekommt und diesen auch bei widrigen Umständen bewahrt. Das trifft ebenfalls auf den Fenchel (Foeniculum vulgare) zu. Es ist schon gigantisch, wenn man einen voll ausgewachsenen Stock dieses Heilkrautes genau betrachtet. Ganz leicht erhebt sich das fiederartige Blättergerüst zu einer beachtlichen Höhe und ganz oben drauf sitzt der Rispenschirm, der nach der Blüte die wertvollen Samenkörner beinhaltet. Gewiss ist vielen bekannt, dass der Fenchel bereits Müttern und Kleinstkindern beistehen kann, wenn es im Bauch der Babies ganz unangenehm zwickt und reißt. Oder man denke nur an die Blattknollen, die von einer bestimmten Zuchtform des Fenchels stammen und so manche Speise mit ihrem charakteristischen Geschmack bereichern. Aber vergessen wir nicht, dass der Fenchel seine Wurzeln hat, mit denen er Wasser und Nährstoffe aufnimmt und schwenken wir von da aus zurück zu unseren Füßen, die sich nach jedem vergangenen Arbeitstag ein wohltuendes Schlafengehen verdient haben. Der Fenchel hilft dabei.

Fußsohlen einreiben:

Mit unseren Sohlen und Zehen halten wir nicht nur das Gleichgewicht. Die unterste Zone unseres Körpers bewahrt uns auch den nötigen Kontakt zur Erde. Um am Abend Entspannung zu erlangen und somit einen guten Schlaf einzuleiten, kann man sich beim Zubettgehen die Fußsohlen mit ein paar Tropfen ätherischem Fenchelöl, das mit 2 bis 3 Esslöffeln voll Olivenöl vermischt wird, einreiben. Das soll auch ein ausgeformtes Dankeschön an diese besonderen Gliedmaßen sein, die ansonsten jederzeit unbeachtet beansprucht werden. Fenchelöl gibt’s übrigens auch im Kräuterpfarrer-Zentrum.

Fenchel ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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