Die Butter vom Kopf nehmen

Johanniskraut und die Gesichtshaut

Vielleicht fragen Sie sich, was die Überschrift zu bedeuten habe. Es gibt die Redewendung: „Wer Butter auf dem Kopf hat, sollte nicht in die Sonne gehen.“ Eigentlich ist damit gemeint, dass jemand, der ein schlechtes Gewissen hat, vorsichtig und überlegt mit seinen Worten und seinen Handlungen umgehen sollte. Mir geht es aber in diesem Zusammenhang eher um die Konsistenz der tatsächlichen Butter und um die Beschaffenheit der Gesichtshaut. In diesem Zusammenhang kann nämlich das Johanniskraut (Hypericum perforatum) einen wertvollen Beitrag liefern, um so manchen unliebsamen Umstand im menschlichen Angesicht zum Besseren zu führen. Wir kennen das Johanniskraut von den sommerlichen Böschungen, Wegrändern und Feldrainen. Dort wächst es munter und zufrieden. Ja, fast möchte ich sagen, die Heilpflanze ist in ihrem Wesen ein sehr ausgeglichenes Gewächs, wovon schließlich unsere psychische Verfasstheit ebenfalls einen Profit davontragen kann. Zu diesem Zwecke wurden einige Präparate entwickelt, die in den Apotheken samt kompetenter Beratung zu erwerben sind. In Bezug auf die Haut will ich auch gleich erwähnen, dass sämtliche Anwendungen mit dem Sonnenkind Johanniskraut eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber der Sonneneinstrahlung mit sich bringen. Die kalte Jahreszeit kann daher eine gute Gelegenheit sein, um der Haut eine Wohltat zu gönnen, ohne gleich anschließend in die pralle Sonne zu gehen. In niedrigeren Regionen ist diese Gefahr geringer als hoch droben im Gebirge beim Wintersport. Johanniskraut lässt sich auch äußerlich anwenden. Es hilft mit, den Fetthaushalt der Gesichtshaut wieder mehr ins rechte Lot zu bringen.

Johanniskraut-Tee für das Antlitz:

Um die Poren der Gesichtshaut zu öffnen und zu reinigen, kann man auf die antiseptischen und zusammenziehenden Eigenschaften des Johanniskrautes zurückgreifen. Dazu übergießt man eine Menge von 15 g Johanniskraut-Blüten mit 1 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt stehen lassen und dann abseihen. Nach dem Abkühlen des Tees die Gesichtshaut sorgfältig damit waschen. Das bremst zudem die Bildung von unliebsamen Fältchen.

Johanniskraut ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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