Aufatmen – Einatmen

Weihnachten ist ein Beginn

Der Heilige Abend ist vorüber. Vielleicht hat ja der eine oder die andere bis kurz vor der Bescherung, so es eine gegeben hat, ganz emsig an den Vorbereitungen des Festes gearbeitet. So viele beherzte Helfer haben z. B. in den Krankenhäusern rund um die Uhr gewacht, damit sie da sind für alle, die nicht im eigenen Daheim feiern konnten. Und heute ist Christtag. Anscheinend schon alles vorbei. Der Druck der Erwartungen ist weg und vielleicht kann man sich in den kommenden Tagen noch mehr Ruhe gönnen als dies in der so viel zitierten stillsten Zeit des Jahres möglich war. Es kommt einem Aufatmen gleich, das sich nach angespannten Situationen gerne bei uns einstellt. Der Atem ist eine lebenswichtige Funktion. Wer einmal den Lebensodem ausgehaucht hat, ist schlicht und einfach tot. Tun wir uns selbst etwas Gutes und achten wir am heutigen Festtag doch einmal auf unseren Atem. Das geht ganz leicht. Im stillen Kämmerlein genauso gut wie bei einem Spaziergang durch die freie winterliche Natur. Ist es nicht ein Geben und ein Nehmen, das sich ständig in unserem organischen Inneren vollzieht, wenn wir Luft schöpfen und dann sehr bald wieder aus unserer Nase und aus unserem Mund strömen lassen? Dieser leibliche Vollzug wandert aber tiefer und hilft mit, dass die Seele dieses Wechselspiel mitmacht. Schließlich atmen wir ja nicht nur mit der Lunge allein. Jeder Austausch bewirkt gleichzeitig auch eine Verwandlung. Einatmen – Ausatmen. Wenn wir gestern noch Hoffnung an der Krippe geschöpft haben, so ist das ein Grund mehr, um heute nicht vielleicht zu sagen: „Endlich ist alles vorüber!“ – oder – „Habt’s mich doch alle gern!“ – sondern um vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken. Die geschenkte Lebenszeit ist verglichen mit der Existenzdauer unserer Welt ziemlich kurz. Sollte es gar vergeblich sein, dass wir den Atem geschenkt bekommen haben? Nein, er darf uns vielmehr ein Ansporn sein, um dankbar die Möglichkeiten auszuloten, die uns noch geschenkt sind, damit von deinem und meinem Leben etwas übrig bleibt. Ich meine damit weder ein Denkmal noch eine Zeile in den Geschichtsbüchern oder auf informativen Internetseiten. Es mag ruhig ein Segen übrigbleiben von der Zeit, in der wir aus- und eingeatmet haben.

Salbei als Gewürz verwenden:

Immer wieder gibt es Gelegenheiten, um den Salbei in die Zubereitung von Speisen zu integrieren. So unterstützen wir indirekt die Atemwege und tragen dazu bei, dass unsere dadurch verbesserten körperlichen Funktionen gleichzeitig auch das Gemüt erhellen. Laut den Erfahrungsberichten so vieler hat das ebenfalls positive Auswirkungen auf unsere mitmenschliche Umwelt!

Stiftskirche Geras mit Raureif ⓒ H. Benedikt Felsinger O.Praem., Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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