Frisches Gemüse

Und dazu ein bisschen Holunder

Von meinen einstigen Reisen nach Brasilien, wo unser Stift Anfang der 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts mithalf, nahe Sao Salvador da Bahia ein neues Kloster aufzubauen, blieben etliche Eindrücke in meiner Erinnerung zurück. So denke ich noch gerne an die frohe Lebensart der oft bitterarmen Menschen in den Favelas, die sich regelmäßig fein säuberlich herausgeputzt zu den Gottesdiensten versammelten. Zudem erinnert sich mein Gaumen an die herrlichen Fruchtsäfte, die frisch aus den diversen Früchten gepresst wurden und mithalfen, die sehr heißen Temperaturen gut zu überstehen. Wenn wir nun den Sommer genießen, brauchen wir nicht nach Übersee aufbrechen, um Ähnliches zu vollziehen. Jeder, der einen Garten besitzt, kann sich glücklich schätzen. Mit ein wenig Arbeitsaufwand kann man sich die eine oder andere Wohltat in Form von gesunder Ernährung auf den Tisch zaubern. Auswahl gibt es ja genug. Von Erbsen über Karotten, von den Marillen bis hin zu Erd-, Him- und Heidelbeeren ist mehr als genug davon da, um nicht so sehr am Kompost als vielmehr in unserem Magen zu landen. Darüber hinaus sollte man beim Einkaufen darauf schauen, wie man die heimische Ernte samt deren Arbeitskräften dadurch unterstützen kann, indem man Obst und Gemüse aus der jeweiligen Region oder von den in unserem Bundesland gewachsenen Sorten kauft. Das Motto „Carpe diem!“ gilt also nicht nur für das eine oder andere Schnäppchen im Handel, sondern auch für die jeweilige Saison vom fruchtigen Angebot unserer Wälder, Felder und Gärten. Im Herbst ist es allemal zu spät, um diesem gesunden Genuss zu huldigen.

Radieschen samt Folgen:

Rettiche und Radieschen zählen zu den Favoriten der oben beschriebenen Gartensaison. Leicht können sich aber durch deren Verzehr im Darm Gase bilden, die zu Blähungen führen. Um das in Schach zu halten, kann man sich abends eine Schale Tee aus Holunderblättern im Heißaufguss kochen, um diesen eine Weile vor dem Schlafengehen zu trinken.

ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

Kommentare geschlossen.