Terror im Garten

Untergrundkämpfer mit kräftigen Zähnen

Wie groß ist doch die Freude über einen blühenden Garten, in dem auf den Beeten mit kompostierter Erde knackiges Gemüse und auf den Sträuchern und Bäumen süße Früchte reifen! So groß das Glück aufgrund der heranwachsenden Ernte auch sein mag, so schnell kann manches welken und verderben. Selbst Blumen, die aus Zwiebeln wachsen, sind davor nicht gefeit. Schuld daran sind heimtückische Angriffe aus den dunkeln Tiefen des Erdreichs. In einem flink gegrabenen Gangsystem schaffen es die Wühlmäuse im Handumdrehen, an so manches für sie äußerst schmackhafte Ziel heranzukommen. Es versteht sich wohl von selbst, dass eine Pflanze kaum eine Überlebenschance besitzt, wenn einmal der Wurzelbereich zu einem hohen Prozentsatz beschädigt ist. Um einer Wühlmausplage Herr zu werden, sind schon die abenteuerlichsten Versuche gestartet und durchgeführt worden. Manche haben dabei auch nicht davor zurückgescheut, mit giftigen Substanzen zu arbeiten, die dann in der Erde zurückblieben und von dort schließlich ins Grundwasser gelangten. Es gibt weiters Ratschläge, im Kampf gegen die Wühlmäuse das kleine grüne Paradies vor der Haustür in einen Truppenübungsplatz zu verwandeln, um mit Rauch und Knallkörper die ungebetenen Nager des Gartens zu verweisen. Jeder kann sich denken, dass all das nicht nachahmenswert ist. Ohne eine Garantie für den 100%igen Erfolg beim Verjagen der Wühlmäuse gewährleisten zu können, möchte ich doch all jene ermutigen, auf naturgerechte Mittel zurückzugreifen, sofern nicht eine Hauskatze den Dienst des Kammerjägers übernimmt.

Schmuck und Abschreckung zugleich:

Ein hübsches Liliengewächs, das sich schon lange die heimischen Gärten erobert hat, ist die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis). Die Zwiebeln, aus denen sie jedes Frühjahr neu hervortreiben, strömen einen ganz eigenen Geruch aus, der den Wühlmäusen gar keine Freude bereitet. In der Nähe von Gemüsebeeten gepflanzt, können die Kaiserkronen mithelfen, die ungebetenen Nager fernzuhalten.

Foto: Flickr, Andreas.

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