Sich aufrichten lassen

Den Körper mit frischem Grün versorgen

Wenn’s dann und wann einmal spät wird, und die Uhr schon die Mitternacht überschritten hat, bleibt mir meist nicht mehr sehr viel Zeit übrig, die notwendig wäre, um ausreichend zu schlafen. Das spüre ich am nächsten Tag. Ist es mir gegönnt, nicht gleich wieder nach dem Mittagessen an die Arbeit gehen zu müssen, sorgt ein Mittagsschlaf dafür, dass ich ein wenig ausgeruhter und leistungsfähiger bin. Manchmal ist es aber auch ein deftiges Mahl mit einem guten Glaserl Wein dazu, das mich ebenfalls die horizontale Lage anstreben lässt. In letzterem Fall haben die Kalorien dann ungehindert die Möglichkeit, die Bauchgegend etwas voller aussehen zu lassen. Ein Spaziergang zum Beispiel würde die Tätigkeit der Leber und der Galle auf geeignetere Weise unterstützen als das Ruhekissen. Wie auch immer, wichtig ist es, sich ausgewogen und gesund zu ernähren und den höheren Prozentsatz der Nacht zum Schlafen zu nützen. So kann sich der Körper regenerieren und die notwendigen Mineralstoffe im Gewebe anlagern bzw. verwerten. Unter anderem benötigen wir im ausreichenden Maß Kalium. Es sind da gerade die Pflanzen, die uns die verschiedenen Stoffe so speichern und aufbereiten, dass der Ernährungsvorgang diese dann behutsam aus dem Verzehrten in den Organismus weiterleiten kann. Ein grüner Salat ist dafür nicht das Schlechteste. Die Frühlingskräuter haben immer noch Saison und können ganz frisch aus dem Garten geholt zubereitet werden. Nicht vergessen werden soll in diesem Zusammenhang der Hopfen, der viel Kalium enthält. Diese Pflanze verkörpert die emporstrebenden Kräfte der Natur auf eine bewundernswerte Weise. Es wäre schade, das frische Grün des Hopfens nur in Hinblick auf das Bierbrauen zu betrachten.

Hopfentriebe als Gemüse:

Obwohl der Hopfen etwas bitter schmeckt, kann man gerade die jungen frischen Triebe, seine Ranken und Sprossen wie auch die Blätter klein schneiden und unter Salate oder Eintopfgerichte mischen. Das wirkt anregend bei Erschöpfungszuständen und unterstützt das Gedächtnis bei seiner täglichen Arbeit.

Weißer Schirm und feiner Duft

Heilende Schönheit am Wegrand

Das Fronleichnamsfest hat in Österreich eine lange und gute Tradition. Heute ziehen wiederum die Prozessionen mit dem Leib Christi, der in wertvollen und prächtig geschmückten Monstranzen sichtbar aufbewahrt wird, durch die Straßen der Städte und Dörfer. Kinder streuen auf dem Weg Blumen, die Blasmusiken, soweit vorhanden, intonieren die Lieder und hinter dem so genannten Himmel folgen die Kirchenbesucher dem frommen Zug. In größeren Städten versammeln sich zusätzlich schaulustige Touristen, die sich vielleicht die eine oder andere Frage über den Inhalt dieses katholischen Zeremoniells stellen. Am Land werden anstatt der neugierigen Zuseher die Pflanzen den Wegrand säumen. Unter ihnen ist auch der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) zu finden, der seine ihm zugesprochene Heiligkeit dadurch akzentuiert, indem er nun beginnt, in einer Überfülle zu blühen und zu duften. Ja, und wenn jemand wie so viele danach fragen, wozu denn ein blühender Holunderstrauch gut und nützlich sei, gibt es nicht nur die Möglichkeit, die vielen guten Inhaltsstoffe der Pflanzenteile und Früchte aufzuzählen. Am Fronleichnamstag darf ruhig die Ehre Gottes zum Tragen kommen, die auch unser Lebensinhalt sein kann. Da Christus heute in Form des eucharistischen Brotes aus den Kirchen hinausgetragen wird, so dürfen wir uns dadurch daran erinnern lassen, unsere Beziehung zu Gott zu erneuern und zu vertiefen. Die Prozession ist die rituelle Ausgestaltung der Tatsache, dass Gott durch die Kirche die Menschen dort abholt und einlädt, wo sie stehen und leben. Und auch im Alltag ist es möglich, Gott die Ehre zu erweisen.

Holunderblüten-Bad:

Von den getrockneten Blüten des Schwarzen Holunders nimmt man eine Menge von ca. 100 g und überschüttet diese mit 2 Litern kochendem Wasser. 1 Stunde lang ausziehen lassen. Dann abseihen und ins warme Badewasser gießen. Diese Anwendung verleiht dem Organismus über die Haut mehr Abwehrkräfte und schützt unsere äußere Schicht samt den Augen vor entzündlichen Krankheiten.

Terror im Garten

Untergrundkämpfer mit kräftigen Zähnen

Wie groß ist doch die Freude über einen blühenden Garten, in dem auf den Beeten mit kompostierter Erde knackiges Gemüse und auf den Sträuchern und Bäumen süße Früchte reifen! So groß das Glück aufgrund der heranwachsenden Ernte auch sein mag, so schnell kann manches welken und verderben. Selbst Blumen, die aus Zwiebeln wachsen, sind davor nicht gefeit. Schuld daran sind heimtückische Angriffe aus den dunkeln Tiefen des Erdreichs. In einem flink gegrabenen Gangsystem schaffen es die Wühlmäuse im Handumdrehen, an so manches für sie äußerst schmackhafte Ziel heranzukommen. Es versteht sich wohl von selbst, dass eine Pflanze kaum eine Überlebenschance besitzt, wenn einmal der Wurzelbereich zu einem hohen Prozentsatz beschädigt ist. Um einer Wühlmausplage Herr zu werden, sind schon die abenteuerlichsten Versuche gestartet und durchgeführt worden. Manche haben dabei auch nicht davor zurückgescheut, mit giftigen Substanzen zu arbeiten, die dann in der Erde zurückblieben und von dort schließlich ins Grundwasser gelangten. Es gibt weiters Ratschläge, im Kampf gegen die Wühlmäuse das kleine grüne Paradies vor der Haustür in einen Truppenübungsplatz zu verwandeln, um mit Rauch und Knallkörper die ungebetenen Nager des Gartens zu verweisen. Jeder kann sich denken, dass all das nicht nachahmenswert ist. Ohne eine Garantie für den 100%igen Erfolg beim Verjagen der Wühlmäuse gewährleisten zu können, möchte ich doch all jene ermutigen, auf naturgerechte Mittel zurückzugreifen, sofern nicht eine Hauskatze den Dienst des Kammerjägers übernimmt.

Schmuck und Abschreckung zugleich:

Ein hübsches Liliengewächs, das sich schon lange die heimischen Gärten erobert hat, ist die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis). Die Zwiebeln, aus denen sie jedes Frühjahr neu hervortreiben, strömen einen ganz eigenen Geruch aus, der den Wühlmäusen gar keine Freude bereitet. In der Nähe von Gemüsebeeten gepflanzt, können die Kaiserkronen mithelfen, die ungebetenen Nager fernzuhalten.

Foto: Flickr, Andreas.

Kleiner Freund am Boden

Hilfe für den Kopf

Heilkräuter sind für mich ein Lächeln des Schöpfers! – Das formulierte einst mein Mitbruder und Lehrer H. Hermann-Josef aus dem Stift Geras, als er im Dienst des Kräuterpfarrers unermüdlich versuchte, die Menschen bewusster an den Rand des Lebensweges blicken zu lassen, um dort die eine oder andere wunderbare Hilfe aus dem Reich der Pflanzen zu entdecken. Dabei ging es ihm nie darum, nur die Inhaltsstoffe eines bestimmten Gewächses anzupreisen. Denn ein Heilkraut soll man keineswegs nur auf seinen Nutzen reduzieren. Damit wird man ihm einfach nicht gerecht. Zudem kann man diesen Missstand auch nicht oft genug ins Gedächtnis rufen. Es gibt so viele Blumen, die den lebenserhaltenden Himmelskörper der Sonne widerspiegeln. Unter anderem zählt das Gänseblümchen zu diesen unscheinbaren und zugleich kraftvollen Individuen im Rasen vor dem Haus. Das ganze Jahr über kann man bei dementsprechender Aufmerksamkeit dieses schöne florale Geschenk für Herz und Leib entdecken. Viele Zeitgenossen leiden unter Kopfschmerzen und sind ratlos darüber, wo im Organismus die Ursache für dieses Unwohlsein zu finden ist. Manchmal liegt der Grund hierfür in einer geschwächten Funktion der Verdauungs- und Reinigungsorgane, im speziellen der Leber. Das Gänseblümchen wandelt jeden Tag für uns die Kräfte der Sonne so um, dass der menschliche Leib davon profitieren kann. Aber es ist eben beides wichtig, um die Hilfen, die in der Natur stecken, ausschöpfen zu können: sich das Lächeln des Schöpfers schenken zu lassen und den Inhalt der bescheidenen Blume für den Körper aufzubereiten.

Leber-Kur bei Kopfschmerzen:

Einmal im Monat kann man im besagten Falle auf die Gänseblümchen zurückgreifen. Dazu nimmt man einen Esslöffel voll zerkleinertes Blüten- und Blättergemisch und übergießt es mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und dann früh und abends schluckweise trinken. Am besten eine Woche lang durchführen.

Eine weiße Weste

Und eine starke Wurzel

In den Wiesen steht das Gras bereits kniehoch. Die gegenwärtige Witterung sorgte in einem idealen Ausmaß dafür, dass alles nach Kräften wächst und treibt. Die Obstbäume sind schon verblüht und im klimatisch etwas raueren Waldviertel kann man sich immer noch an den Kastanienblüten erfreuen. Da und dort entdeckt man in meiner Heimat nun auch weiße Blütenfackeln in den Wiesen und an den Straßenrändern. Betrachtet man die Blumen darauf sorgfältiger, kann man leicht erkennen, dass das vorgefundene Gewächs zur Familie der Kreuzblütler zählt. Konkret meine ich den Meerrettich, der hierzulande aber besser als Kren bezeichnet wird. Bildlich betrachtet, hat dieses gesunde Wurzelgemüse nicht nur eine strahlende Fassade. Nein, auch die Wurzel ist innen hell gefärbt. So kann mir der Kren einen Hinweis geben, als Mensch authentisch zu leben. Gewiss ist es nicht immer einfach, die eigenen Maßstäbe eines tugendhaften Lebens zu erfüllen. Darüber hinaus ist es schier unmöglich, permanent den Erwartungen der Mitmenschen zu entsprechen, die in einer blinden Selbstgerechtigkeit oft allzu bald den Stab über einem brechen. Aber wie heißt es ja so schön: Übung macht den Meister. Und wie der Kren im Verborgenen seine Kräfte sammelt, die er dann in unsere Nahrung weitergeben kann, darf auch ich als Mensch mein Inneres trainieren und versuchen, es gleichermaßen sauber zu halten. Ich brauche ja einfach dazu nur mein Gewissen wiederum zu aktivieren und zu bilden. Mit der Zeit wird der innere Blick immer schärfer gestellt, um so besser Gut und Böse voneinander unterscheiden zu können. Seht, liebe Leser, der Kren ist eben nicht nur für das Würstel gut!

Fleischspeisen mit Kren anreichern:

Wer das Gute mit dem Gesunden verbindet, geht den richtigen Weg. Die Phantasie setzt der Verwendung der geriebenen Krenwurzel im Zusammenhang mit Fleischgerichten keine Grenzen. Ist der Kren mit im Spiel, hat der Körper gleichzeitig die Möglichkeit, seine Abwehrkräfte zu stärken.

Die Farbe Rot

Alarm- und Hilfestellungszeichen

Schaffe ich es noch?! Die Ampel steht zwar noch auf Grün, blinkt aber bereits, um dann mit Gelb das Anhalten meines Gefährts zu verdeutlichen. Leider kommt es gar nicht so selten vor, dass selbst gewissenhafte Autofahrer in Stresssituationen oder durch eine plötzliche Ablenkung das rote Ampellicht übersehen. Die Folgen können in diesem Falle ganz dramatisch ausfallen. Somit bedeutet die rot leuchtende Scheibe an einer Verkehrskreuzung für alle beweglichen Teilnehmer des Straßenverkehrs zweierlei: einerseits ist es eine Mahnung und andererseits zugleich eine Hilfestellung. Denn halten sich alle an die regelnden Signale, kommt es kaum zu einer Kollision der Vehikel. In der Natur darf ich ebenfalls auf die Farbe Rot treffen. Wenn sich das späte Frühjahr dem Sommer zuneigt, dann finden wir in der Flora unserer Fluren vermehrt rote Akzente an Hängen, Halden, Böschungen und in den mageren Wiesen. Es ist der Klatschmohn, der dafür verantwortlich zeichnet. Mir kommt es jedes Jahr so vor, dass die Saison des Klatschmohns der Natur gleichsam ein adrettes Abendkleid verleiht, das die Bewunderung vieler Augen auf sich zieht. Nun, von Eitelkeit kann hier aber kaum die Rede sein. Vielmehr sind es die Schönheit und die Pracht der Schöpfung Gottes, die manchem Suchenden eine Spur in Richtung Gott, dem Schöpfer legen können, sofern er danach fragt und sucht. Die Sympathie des liebenden Gottes kommt aber auch in so mancher lindernden und heilenden Kraft zum Ausdruck, die in oft gar kleinen oder unbedeutend scheinenden Gewächsen steckt. Immerhin lassen sich die Klatschmohnblüten ebenso dafür verwenden, um Schmerzen in den Griff zu bekommen.

Zahnwurzeleiterung begleiten:

Unsere Zahnärzte haben sich auch freie Zeiten verdient! Kommt es zu einer Entzündung des Zahnwurzelbereichs und ist der kompetente Arzt vorerst nicht erreichbar, kann man eine Überbrückung tätigen. 2 gehäufte Esslöffel von getrockneten Klatschmohnblüten mit etwas heißem Wasser übergießen, kurz ziehen und durchweichen lassen. Die Blätter daraufhin in Gazestoff einhüllen und auf die Wange über der betroffenen Stelle legen. Das kann die Schmerzen lindern.

Kleine Sticheleien

Durchaus gesund für die Kopfhaut

Unlängst unterhielt ich mich mit meinem Abt Michael über dessen botanische Vorlieben. Als Freund Griechenlands stehen ihm die Zypressen sehr nahe. Nun, schaut man in unserem Waldviertler Stift Geras aus dem Fenster, sind weit und breit keine Zypressen in Sicht. Das liegt natürlich am Klima, das von vielen Nicht-Waldviertlern als sibirisch, von den Gebürtigen dieser liebenswerten Region als frisch und etwas rau bezeichnet wird. Für die schlanken Säulenzypressen ist das böhmische Massiv wahrlich nicht der idealste Standort. In den Gärten kann man der Sehnsucht nach Zypressen ein bisschen Abhilfe schaffen, indem man die eine oder andere Art von Scheinzypressen aus Nordamerika oder dem Fernen Osten als zierendes Element pflanzt. Zum Erstaunen vieler gibt es aber dennoch ein Zypressengewächs, das durchaus auch im Waldviertel daheim ist und um das sich zu wissen lohnt. Wer das Grab des verstorbenen Chorherren und Kräuterpfarrers Hermann-Josef Weidinger am Konventfriedhof besucht, sieht ein Exemplar davon direkt neben dem Grabkreuz in einer geschützten Mauerecke stehen: einen Wacholderbaum. Mit seinem stechenden Nadelgewand ist dieser immergrüne Freund gut ausgestattet und hält auch den witterungsmäßigen Unbilden des mitteleuropäischen Bereichs stand. Auf kargen Böden kommt er gut zurecht und kann längere Trockenperioden überdauern. Die blauen Beerenzapfen sind als Gewürz hinlänglich bekannt und beliebt. In diesen sind auch wertvolle ätherische Öle enthalten, die nicht nur über die Verdauung aufgenommen werden können. Die Haare auf dem Kopf verdienen ebenfalls eine Pflege mit den durchaus wirkkräftigen Inhaltsstoffen des Wacholders.

Wacholderbeeren-Wasser:

Zur Herstellung nimmt man am besten 75 g Wacholderbeeren, zerdrückt diese und setzt sie über Nacht in einem 3/4 Liter Wasser kalt an. In der Frühe dann 10 Minuten lang aufkochen. Abkühlen lassen und in eine Literflasche gießen. Mit Ansatzalkohol den restlichen Inhaltsraum auffüllen. Damit ist eine Lotion gewonnen worden, mit der man täglich den Haarboden am Kopf massieren und die Durchblutung fördern kann.

Angst engt das Leben ein

Und zieht einem das Geld aus der Tasche

Das gegenwärtige Jahr ist ein Wahljahr. Einige sind schon geschlagen, andere stehen noch aus. Im Vorfeld einer solchen Abstimmung mühen sich die einzelnen Parteien und Gesinnungsgemeinschaften mit Leibeskräften darum, genügend Wählerstimmen zu erheischen. In jedem Wahlkampf werden dabei bestimmte Schlagworte ins Spiel gebracht, die beim Wähler etwas in Gang setzen sollen. Ein Begriff ist z. B. die Sicherheit. Keiner von uns möchte in Ungewissheit und Verunsicherung leben. Viele Gründe gibt es, die in uns Ängste und Zweifel wecken, die wir nach Möglichkeit wiederum ausräumen wollen. So soll die statistische Zahl der Kriminalität sehr niedrig sein, die soziale und medizinische Versorgung einen hohen Standard haben, die Inflation und die Arbeitslosigkeit gering sein und, und, und … In diesem Zusammenhang meinen wir, dass die materielle und gesundheitliche Festigkeit durchaus unerschütterbar erreicht werden kann. Das tägliche Leben mitsamt den großen und kleinen Schicksalen lehrt uns jedoch meist das Gegenteil. Dennoch werden wir nicht weiser. Das kommt letztendlich denen zugute, die Versicherungen jeglicher Art abschließen. Das hebt zumindest zu einem gewissen Teil wiederum die Kaufkraft in unserem Land. Dennoch kann Geld niemals das Leben auch nur um einen Tag verlängern. Die Naturheilkunde hat im Gegensatz zum konsumorientierten Kapitalismus etwas anderes anzubieten als Währungen und Aktien. Dort finden wir vielmehr die heilsamen Stoffe, die uns allen zu einer wachen Gelassenheit verhelfen und die uns dabei unterstützen, unsere Ängste wahrzunehmen und vielleicht sogar in etwas Wertvolles zu verwandeln. Fassen wir also Mut und Vertrauen!

Ingwergewächs Kardamom:

Ängstlichen Personen kann geholfen werden, indem diese in der Früh und am Abend jeweils 2 bis 3 Kardamom-Körner kauen. Wenn jemand mehr Selbstsicherheit sucht, ist das auch eine unterstützende Möglichkeit. Kardamom-Körner können ebenso diejenigen kauen, die unter Bluthochdruck leiden.

Leinen ist wieder modern

Und außerdem noch gesund

Es gibt ganz unterschiedliche Menschentypen. Die Einteilungen hierfür lassen sich an bestimmten Vorlieben, Charaktereigenschaften oder körperlichen Merkmalen festmachen, ohne dabei auch auf die Sternzeichen oder auf den Jahresbaumkreis zu vergessen. Auf keine der aufgezählten Möglichkeiten möchte ich nun eingehen, da ich auch noch eine weitere Art der Kategorisierung erwähnen möchte. Denn jede Jahreszeit hat ihre Fans. Ich weiß ja nicht, welche Periode Sie persönlich bevorzugen. Viele begeistern sich für den Frühling, weil dann alles zu keimen und blühen beginnt. Andere wiederum schätzen den Herbst ob der bunten Farben, die das sterbende Laub an den Bäumen aufflammen lässt. Und hie und da trifft man nicht allzu wenige, die dem Winter den Vorzug geben. Eis und Schnee bringen außer Unannehmlichkeiten auch den einen oder anderen sportlichen oder visuellen Reiz mit sich. Wer den Frost aber eher erduldet als genießt, dessen Sehnsüchte sind auf jeden Fall auf den Sommer hin ausgerichtet. Die warme und sonnenreiche Jahreszeit bietet nämlich die Möglichkeit, die dünnere Garderobe auszuführen. Weil die Haut ja sehr leicht ins Schwitzen kommt, ist es gar nicht so einfach, genügend geeignete Wäsche zu finden, die schützt und gleichzeitig atmungsaktiv ist. Aufgrund eines immer größer werdenden Gesundheitsbewusstseins besinnen sich viele auf die Naturstoffe, die dem Menschen schon über Jahrtausenden zur Verfügung standen, um seine verletzliche Haut zu bedecken und zu schützen. Aus den ursprünglichen Leinarten (Linum) wurden zwei Sorten heraus gezüchtet, die bis heute einerseits zur Flachsgewinnung, andererseits aber zum Ölpressen herangezogen werden. In heißen Sommern bewähren sich auf jeden Fall Kleider, die den Faserlein (= Flachs) zu einem hohen Prozentsatz im Gewebe verarbeitet haben.

Nicht sparen beim Gewandkaufen:

Wer nur billig kauft, dem kann das teuer zu stehen kommen. Dieser Grundsatz gilt für alles, was unserer Haut sehr nahe kommt. Jetzt kann man für den Sommer vorsorgen und als Konsument darauf achten, dass Qualitätskleidung, die unter menschenwürdigen Umständen erzeugt wurde, unserem Wohlbefinden und der Gerechtigkeit in der Welt am besten dienen. Produkte aus Faserleinen sind unter diesen Prämissen sicher zu finden.

Diskussion um Pestizide

Umdenken in der Praxis

Als Kleiner hat man es leicht, auf die Großen zu schimpfen. Aus der Anonymität einer selbst geschmiedeten und zurechtgelegten Gerechtigkeit lässt es sich leicht auf andere feuern. Mir ist auch vieles zuwider, was im Bereich der groß angelegten Kultur von Pflanzen und Tieren passiert. Wenn nun die Bienen vom jahrelangen Verwenden der schädlingsbekämpfenden Pestizide einen Schaden davontragen, kassieren sie gleichsam die Rechnung vom Fehlverhalten oder von der Unwissenheit gar Vieler und nicht nur einiger Weniger. Damit im missachtenden Umgang mit der uns anvertrauten Natur etwas zum Positiven gesteuert werden kann, braucht es das jeweilige persönliche Umdenken und Handeln. Die Behauptung: „Das wird ja nicht so schlimm sein!“ öffnet gerade dem Verwenden schädlicher Substanzen im eigenen Garten Tür und Tor. Seien wir ehrlich: da machen wir doch alle zu einem großen Prozentsatz mit. Heute möchte ich daher daran erinnern, dass die Pflanzen selbst die Kraft haben, ihren Artgenossen zu helfen. Man muss nur dementsprechend Bescheid darum wissen. Ein Dauerthema für den Hobbygärtner ist z. B. der Mehltau. Mit ein wenig Zeit und Geduld lässt sich das Zinnkraut – oder besser bekannt als Acker-Schachtelhalm – so ansetzen, dass damit ein Spritzmittel hergestellt werden kann, das keine künstliche Chemie benötigt. So leicht kann es gehen, Schädlingsbekämpfung und Rücksicht auf den Kreislauf der Natur unter einen Hut zu bringen.

Bio-Spritzmittel gegen Mehltau:

Man nehme 70 g getrocknetes und zerkleinertes Zinnkraut und setzte dieses in 2 Liter kaltem Wasser 3 Stunden lang an. Danach den Ansatz noch 30 Minuten leicht köcheln lassen. Zum Schluss wird alles abgeseiht, gefiltert und nach dem Auskühlen verwendet. Am besten besprüht man die befallenen Blumen oder das Gemüse bei praller Sonne damit. Den Vorgang öfters wiederholen. Die im Schachtelhalm enthaltene Kieselsäure tut dann ihre Wirkung.