Manche Kräuter muss man einfrieren

Der Borretsch zählt dazu

Immer wieder werde ich gefragt, wie man Heilkräuter haltbar machen kann. In den meisten Fällen ist es angezeigt, die Blüten, die Blätter oder auch die Wurzeln eines Gewächses zu trocknen, um sie über längere Zeit griff- und einsatzbereit haben zu können. Bei manchen ist es aber nötig, sie nach der Ernte in die Gefriertruhe zu geben. So ist gerade das Kraut vom Borretsch entweder frisch zu verwenden oder eben bald, nachdem man die tiefgefrorene Droge aufgetaut hat. Der Borretsch (Borago officinalis) ist nun einmal ein Gemütserheller und vertreibt die Traurigkeit. Diese Wirkkräfte benötigt man zunehmend dann, wenn die Tage kürzer, die Temperaturen niedriger und die Nebel mehr werden. In der sonnigen Sommerszeit, da die emsigen Bienen mit Vorliebe die himmelblauen fünfblättrigen Blüten des Borretschs aufsuchen, ist unsere allgemeine Stimmung meist besser als im Spätherbst oder im Winter. Mithilfe seiner Inhaltstoffe, vor allem der Schleimstoffe, der ätherischen Öle und der Mineralien, erzielt dieses Heilkraut die eben beschriebene Wirkung. Wenn vielleicht auch viele wissen, dass man den Borretsch in der warmen Jahreszeit frisch vom Beet gepflückt in der Küche den einzelnen Gerichten beifügen kann, ist mitunter weniger bekannt, dass das Kraut der nach Gurken schmeckenden Pflanze auch Bestandteil verschiedener Teemischungen sein kann.

Ein Tee, der das Herz stärkt:

Für die vielteilige Mischung benötigt man: 5 Teile Veilchenblüten und -blätter, 4 Teile Weißdorn, je 3 Teile Borretschkraut, Waldmeister und Melissenblätter und 2 Teile Herzgespann. 2 Teelöffel der Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen, 15 Minuten ziehen lassen und abschließend abseihen. Diesen Tee trinkt man über längere Zeit entweder als Morgen- oder Abendtee.

Foto: Flickr, yamada

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