Selbst aktiv werden

Kräutertinkturen zu Hause herstellen

Unsere Zeit ist viel zu schnellläufig, als dass man noch einen Freiraum hätte, um sich in Ruhe mit dem Herstellen des einen oder anderen Naturproduktes auseinandersetzen zu können. Andererseits steigt aufgrund der demographischen Entwicklung Mitteleuropas der Anteil des sich im Ruhestand befindlichen Teils unserer Bevölkerung stetig an. Gottlob sind es meist agile und aktive Senioren, die ihren wertvollen Beitrag für unser Zusammenleben einbringen. Aber vielleicht haben manche ja Zeit, um z. B. eine Kräutertinktur herzustellen. Dazu hat einst Hermann-Josef Weidinger ein paar Ratschläge aufgezeichnet.

Er selbst verwendete dafür 75 %igen Obstbrand. Von der jeweiligen Kräutersubstanz nimmt man 100 bis 150 g für einen Liter Alkohol. Beides fügt man in einem weithalsigen und gut abgeschlossenen Glasgefäß zusammen und stellt es 14 Tage lang in ein sonniges Fenster. Täglich gilt es, den Ansatz gut zu schütteln und umzurühren. Am Ende seiht man das Ganze ab und setzt den Rückstand mit 1/2 Liter abgekochtem Wasser 3 Stunden lang an. Die daraus gewonnene Flüssigkeit fügt man dem abgeseihten Ansatz hinzu, um so den Anteil an Alkohol auf ein brauchbares Maß herunterzusetzen. Dieses Resultat stellt man nun wiederum 14 Tage lang verschlossen ins Fenster und füllt die Tinktur zu guter Letzt in kleine dunkelglasige Fläschchen ab. Nach einer geraumen Zeit der Lagerung im Keller ist das Produkt gleichsam einsatzbereit.

Rainfarntinktur:

Vom Rainfarn (Tanacetum vulgare) verwendet man die frischen zerquetschten Blätter. Hier nimmt man eine Menge von ca. 100 g für 1 Liter hochprozentigen Alkohol. Diese Tinktur darf selbstredend nur äußerlich angewandt werden. Man zieht sie zum Einreiben schmerzender Krampfadern heran, um eine gewisse Linderung zu erzielen.

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