Wenn der „Wolf beißt“

Der Ackerschachtelhalm kommt dir zu Hilfe

Vorhin bin ich noch am Damm unseres Klosterteiches entlang geschlendert, um nach einem seltenen Vogel Ausschau zu halten, der direkt neben dem Klostergebäude im Schilf seine Brut großzieht. Leider bekam ich die Zwergrohrdommel nicht vor mein mit mir geführtes Fernglas. So blickte ich zu Boden, wo zu meinen Füßen ein gar armseliger Freund dastand. Es war der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), dem der extreme Frost der Eisheiligen alle Triebe abfror. So war also nicht nur mein Nussbaum ein Leidtragender, sondern auch das eine oder andere Kraut in der Natur, das für Väterchen Frost durch die frischen weichen Triebe eine leichte Beute war. Zum Trost möchte ich dieser wichtigen Heilpflanze meine Zeilen widmen. Generell genoss der Schachtelhalm seit der Antike hohes Ansehen. Hildegard von Bingen klinkt sich aber aus dieser Reihe aus und hält dieses Gewächs für medizinisch wertlos. Wer sich den Ackerschachtelhalm zu Nutze machen möchte, kann vor allem das junge Kraut dieses Gewächses nutzen. Bekannt ist, dass diese Heilpflanze einen hohen Anteil an Kieselsäure beinhaltet und durch seine Wirkstoffe dazu beiträgt, dass der Organismus überschüssige Flüssigkeit abführen kann.

Beseitigung des „Wolfes“:

Reiben sich inolge einer Wanderung die Hautflächen der Innenseite unserer Oberschenkel wund, wird diese unangenehme Erscheinung landläufig als „Wolf“ bezeichnet. In diesem Fall kann man sich mit einem Sitzbad behelfen. Dazu nimmt man 4 Esslöffel getrocknetes und zerkleinertes Kraut vom Ackerschachtelhalm und setzt dieses 3 Stunden lang in 1 Liter Wasser an. Danach kurz aufkochen, 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. 20 Minuten lang das Sitzbad damit durchführen. Anschließend abtrocknen und die betroffenen Stellen mit einer Kamillensalbe einreiben. Diese Anwendung wirkt auch vorbeugend.

Ackerschachtelhalm

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