Der Braten allein macht´s nicht aus

Interessantes rund um den Kümmel

Als Kind hatte ich meine gröberen Schwierigkeiten mit dem Kümmel (Carum carvi).
Wenn schon nicht die Mutter Rücksicht auf meine Abneigung nahm, versuchte ich selbst penibel jedes Körnchen dieses Gewürzes zu entfernen, bevor ich wohl oder übel mit dem Essen begann. Lang ist’s her und Gott sei Dank vorbei damit. Heute schätze ich sehr wohl dieses wertvolle Gewürz. Die Pflanze des Echten oder Wiesen-Kümmels zählt zu den Doldenblütlern. Was kaum einer weiß, ist die Tatsache, dass der Kümmel eine möhren-
artige Wurzel in den Boden treibt, die z.B. im Frühjahr geerntet und verwertet werden kann. Die Samen wiederum, deren würziger Geschmack jedermann hinlänglich bekannt ist, enthalten ätherisches Öl, Zucker, Stärke und mineralogische Spurenelemente. Archäologische Untersuchungen beweisen, dass der Kümmel schon in der neolithischen Zeit gelagert und verwendet wurde. Der Kimm, wie dieses Gewürz in der Umgangs-
sprache meiner Heimat bezeichnet wird, hat sehr ähnliche Wirkungen wie Anis- und Fenchelsamen. Darüber hinaus, dass der Kümmel blähungstreibend wirkt, hilft er besonders den Frauen bei der Monatsregel und auch in der Schwangerschaft und während der Stillzeit.

Anwendung in der Tiermedizin:

Kümmel, der dem Futter von Pferden und Schweinen beigegeben wird, fördert die Fresslust. Ein Absud aus dem feinen Gewürz dem Trank hinzugefügt, behebt den Milchmangel der Kühe. Genauso wie beim Menschen hat der Kümmel auch bei den Tieren eine krampfstillende, blähungstreibende und gärungswidrige Wirkung.

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